Broadcom, Capex

Broadcom: Meta erhöht Capex auf 145 Milliarden

03.05.2026 - 05:06:56 | boerse-global.de

Broadcom profitiert als Chip-Partner von Metas massiven KI-Investitionen und erreicht neue Kurshöhen nahe dem Rekordhoch.

Broadcom: Meta erhöht Capex auf 145 Milliarden - Foto: über boerse-global.de
Broadcom: Meta erhöht Capex auf 145 Milliarden - Foto: über boerse-global.de

Meta schraubt seine Investitionen in Künstliche Intelligenz drastisch nach oben. Für die kommenden Jahre plant der Social-Media-Konzern Ausgaben von bis zu 145 Milliarden US-Dollar. Ein Großteil dieses Geldes fließt direkt in maßgeschneiderte Chips. Genau hier positioniert sich Broadcom als unverzichtbarer Partner der Tech-Giganten.

Das Geschäft mit den Spezialchips

Der Konzern entwickelt gemeinsam mit Meta proprietäre Prozessoren. Aktuell rollt Meta eigene Chips mit einer Leistungskapazität von über einem Gigawatt aus. Diese Zusammenarbeit untermauert Broadcoms Dominanz im Markt für anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASICs). Hyperscaler versuchen zunehmend, ihre Abhängigkeit von teuren Standard-Grafikkarten zu verringern.

Parallel dazu treibt der massive Ausbau der Rechenzentren das Netzwerkgeschäft an. Alphabet meldete kürzlich einen Umsatzsprung in der Cloud-Sparte auf rund 20 Milliarden US-Dollar. Google setzt beim Training seiner Modelle stark auf eigene Tensor Processing Units (TPUs). Broadcom liefert dafür die essenziellen Hochgeschwindigkeits-Switches, um die gigantischen Datenmengen zwischen den Servern zu dirigieren.

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Starke Kursentwicklung und neue Märkte

An der Börse honoriert das Umfeld diese Marktstellung. Die Broadcom-Aktie beendete den Freitagshandel mit einem soliden Plus bei 355,70 Euro. Damit notiert das Papier nur hauchdünn unter seinem Rekordhoch. Allein in den vergangenen 30 Tagen legte der Kurs um mehr als 31 Prozent zu.

Abseits der margenstarken KI-Infrastruktur bereitet das Management die nächste Produktgeneration vor. Die vierte Generation der Wi-Fi-8-Chips befindet sich bereits in der frühen Testphase bei Kunden. Der Trend zu integrierten Smart-Home-Standards wie Matter verlagert einfache Geräte auf Mesh-Netzwerke. Das stabilisiert die Nachfrage nach komplexen Gateway-Controllern, einem weiteren Kernmarkt des Unternehmens.

Analysten werten die Kombination aus KI-Dominanz und solider Netzwerktechnik positiv. Von 42 Experten raten knapp 90 Prozent zum Kauf der Aktie. Das durchschnittliche Kursziel der Wall Street liegt bei 475,49 US-Dollar. In der neuen Handelswoche rücken nun die frühen Testläufe der neuen Wi-Fi-Chips in den Fokus der Investoren.

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