Broadcom, Aktie

Broadcom Aktie: 3-Milliarden-Rückkauf abgeschlossen

24.06.2026 - 04:52:12 | boerse-global.de

Broadcom schließt milliardenschweren Anleiherückkauf ab und nutzt starke Cashflows zur Bilanzoptimierung bei Rekordliquidität.

Broadcom: Schuldenabbau mit Rekord-Cashflow vorangetrieben
Broadcom - Eine stilisierte, abstrakte Darstellung digitaler Börsendaten und ein aufwärts gerichteter Pfeil, der einen Aktienrückkauf symbolisiert. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Broadcom nutzt seine starke Cashposition für einen gezielten Schuldenabbau. Das Unternehmen hat ein Anleiherückkaufprogramm abgeschlossen — und dabei mehr Kapital eingesetzt als ursprünglich geplant.

Volumen auf 3 Milliarden Dollar erhöht

Das Rückkaufangebot umfasste sechs Serien vorrangiger Anleihen mit Laufzeiten bis 2038. Broadcom hob die Kaufpreisgrenze von 2,5 auf 3,0 Milliarden Dollar an. Der Schlusspunkt des Programms war der 23. Juni 2026.

Anleger hatten Anleihen im Gesamtvolumen von rund 5,5 Milliarden Dollar eingereicht. Broadcom nahm davon knapp 2,9 Milliarden Dollar an. Den Schwerpunkt bildeten die beiden längstlaufenden Serien: 1,84 Milliarden Dollar der 4,926-Prozent-Anleihen mit Fälligkeit 2037 sowie 1,05 Milliarden Dollar der 4,900-Prozent-Anleihen mit Fälligkeit 2038. Kürzerlaufende Serien blieben unberücksichtigt.

Starke Cashflows tragen die Maßnahme

Der Rückkauf ist für ein Unternehmen mit Broadcoms Liquidität kein Kraftakt. Im zweiten Geschäftsquartal erwirtschaftete der Konzern einen freien Cashflow von 10,3 Milliarden Dollar. Die Kassenbestände stiegen auf knapp 19,6 Milliarden Dollar — gegenüber 14,2 Milliarden Dollar im Vorquartal.

Der Umsatz legte im selben Zeitraum um 48 Prozent auf 22,2 Milliarden Dollar zu. Das bereinigte EBITDA erreichte 15,2 Milliarden Dollar, entsprechend 69 Prozent des Umsatzes. Für das dritte Quartal peilt Broadcom rund 29,4 Milliarden Dollar Umsatz an.

Kurs unter dem Juni-Hoch

Die Aktie schloss zuletzt bei 334,30 Euro. Das sind gut 22 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 429,60 Euro, das Anfang Juni erreicht wurde. Auf Jahressicht liegt das Papier dennoch rund 47 Prozent im Plus.

Der Schuldenabbau ist kein Ersatz für die eigentliche Kursfantasie — die liegt weiter im KI-Infrastrukturgeschäft mit kundenspezifischen Chips und Netzwerktechnik. Aber er zeigt, dass das Management die Bilanz aktiv gestaltet: Langfristige Verbindlichkeiten werden zurückgekauft, während die Liquidität auf Rekordniveau bleibt. Das nächste Signal kommt mit den Ergebnissen des dritten Quartals — und dem dann aktualisierten Schuldenstand.

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