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British American Tobacco Aktie: 40 Prozent bei Charlotte's Web

04.06.2026 - 16:30:45 | boerse-global.de

British American Tobacco investiert Millionen in CBD-Anbieter und kämpft mit schrumpfendem Zigarettengeschäft. Insider-Verkäufe belasten zusätzlich.

BAT-Aktie: Tabakkonzern setzt aggressiv auf Cannabis-Markt
British - Ein Nahaufnahme-Bild eines Cannabisblattes mit Tautropfen, das im Hintergrund die verschwommenen Lichter eines digitalen Börsentickers reflektiert. 04.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das klassische Zigarettengeschäft schrumpft schneller als gedacht. British American Tobacco (BAT) reagiert darauf mit einer aggressiven Neuausrichtung. Der Tabakkonzern pumpt Millionen in den Cannabis-Markt, während das eigene Management Aktien abstößt. Diese Mischung drückt spürbar auf die Stimmung.

Angriff auf den CBD-Markt

Um die Abhängigkeit vom Tabak zu verringern, baut BAT seine Position bei Charlotte’s Web Holdings massiv aus. Die Tochtergesellschaft BT DE Investments erwarb ein Aktienpaket des CBD-Spezialisten für knapp 14 Millionen kanadische Dollar. Parallel dazu wandelte der Konzern eine Schuldverschreibung in weitere Anteile um.

Damit steigt der Anteil der Briten an dem Unternehmen auf gut 40 Prozent. Der Deal sichert BAT weitreichende Kontrollrechte. Das Management darf künftig bei der Besetzung des Verwaltungsrats mitreden und erhält ein Vetorecht bei größeren Schuldenaufnahmen. Ein Stillhalteabkommen deckelt den Anteil bis Mai 2028 auf maximal 49 Prozent.

Schwächelndes Kerngeschäft

Der Vorstoß ins alternative Segment ist dringend nötig. Die weltweiten Zigarettenverkäufe brechen im laufenden Jahr voraussichtlich um 2,5 Prozent ein. Das ist ein deutlich stärkerer Rückgang als bisher vom Management kalkuliert.

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Als Ausgleich fungieren die sogenannten neuen Kategorien. Bei E-Zigaretten und oralen Nikotinprodukten wie Vuse und Velo rechnet BAT nun mit einem Umsatzwachstum im mittleren Zehnerprozentbereich. Die Gesamtjahresziele bleiben bestehen. Der Vorstand peilt ein Umsatzplus von bis zu fünf Prozent an, dürfte aber eher das untere Ende der Spanne erreichen.

Insider-Verkäufe belasten den Kurs

Am Markt sorgt die aktuelle Gemengelage für Zurückhaltung. Berichte über gehäufte Insider-Verkäufe im letzten Quartal überschatten jüngste institutionelle Zuflüsse. Die Aktie gab am Donnerstag um 1,22 Prozent auf 50,10 Euro nach.

Auf Wochensicht verzeichnet das Papier damit spürbare Verluste. Der Kurs rutschte durch diese Abwärtsbewegung unter die 50-Tage-Linie.

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Um das Vertrauen der Investoren zu stützen, hält das Management an seinem Kapitalrückführungsprogramm fest. Für das laufende Jahr sind Aktienrückkäufe im Volumen von 1,3 Milliarden Pfund fest eingeplant. Analysten stufen den Titel mehrheitlich als moderaten Kauf ein. Sie gewichten die starke Cash-Generierung und die Dividendenrendite von 5,57 Prozent höher als die operativen Transformationsrisiken.

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