Britische Banken planen eigene Zahlungsplattform
18.02.2026 - 04:31:11 | boerse-global.deBritische Großbanken gründen eine nationale Zahlungsalternative zu Visa und Mastercard. Das Projekt „DeliveryCo“ soll die Abhängigkeit von US-Konzernen verringern und die finanzielle Souveränität stärken.
Angetrieben von geopolitischen Spannungen und Sicherheitsbedenken, treibt ein Konsortium führender Finanzinstitute den Plan voran. Eine plötzliche Störung der US-Dienste, die derzeit 95 Prozent der britischen Kartentransaktionen abwickeln, würde den Handel laut Insidern „in die 1950er Jahre zurückwerfen“. Die Bank of England warnt vor einem „herausfordernden Cyber-Risikoumfeld“.
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Geopolitische Ängste beschleunigen nationale Lösung
Die Abhängigkeit von den beiden US-Riesen gilt als systemisches Risiko. Die Sorge, ausländische Regierungen könnten Einfluss auf diese kritische Infrastruktur nehmen, hat die Zeitpläne beschleunigt. Offiziell geht es um eine zusätzliche „Resilienz-Schiene“, doch das strategische Ziel ist klar: weniger Verwundbarkeit.
„Die Diskussion läuft seit Jahren, aber jetzt wird es ernst“, heißt es in Bankenkreisen. Der erste große Finanzierungsgipfel findet bereits an diesem Donnerstag unter Leitung von Barclays-Chef Vim Maru statt.
Überraschende Allianz: Auch Visa und Mastercard sind an Bord
Das neue Unternehmen „DeliveryCo“ wird von einem Stadtkonsortium finanziert und verwaltet. Dazu gehören Retail-Banken wie Lloyds, NatWest, Santander UK und Nationwide sowie der Geldautomatennetzbetreiber Link.
Die strategische Überraschung: Auch Visa und Mastercard selbst sind Teil der Investorengruppe. Dieser kooperative Ansatz unterscheidet sich von Forderungen nach einem europäischen „Airbus für Zahlungen“, der die US-Anbieter direkt verdrängen soll. Die Bank of England liefert die technischen Blaupausen für die Infrastruktur.
Langer Weg bis zur geplanten Marktreife 2030
Der Aufbau eines vollwertigen, sicheren Systems ist ein Mammutprojekt. Die Inbetriebnahme ist erst für das Jahr 2030 vorgesehen. Die aktuelle Woche markiert den offiziellen Start der Umsetzungsphase.
Die Initiative spiegelt einen globalen Trend zur finanziellen Souveränität wider. Auch die EU debattiert über eigene Plattformen. Die Entwicklung in Großbritannien wird international als mögliches Modell für andere Volkswirtschaften beobachtet.
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