Briten setzen auf Mini-Reaktoren für KI-Boom
04.02.2026 - 03:00:12Großbritannien startet milliardenschweres Nuklear-Programm, um den explodierenden Energiebedarf der Künstlichen Intelligenz zu decken. Ein neuer Rahmen soll private Investitionen in Mini-Kraftwerke lenken.
Die britische Regierung hat ein wegweisendes Programm für fortschrittliche Nukleartechnologie vorgestellt. Es soll den Bau neuer Reaktorgenerationen massiv beschleunigen – angetrieben von den gewaltigen Energiebedürfnissen der KI-Industrie. Das „Advanced Nuclear Framework“ zielt darauf ab, private Milliardeninvestitionen zu mobilisieren und Großbritannien zum globalen Vorreiter bei der Versorgung von Rechenzentren mit sauberer Grundlastenergie zu machen.
Hintergrund ist eine alarmierende Prognose: Der Strombedarf britischer Rechenzentren könnte im nächsten Jahrzehnt versechsfachen. „Wir müssen die KI-Revolution mit sicherer, heimischer Energie antreiben“, so die Regierung. Der Plan soll tausende hochqualifizierte Jobs schaffen und die Klimaziele stützen.
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Herzstück der Strategie ist ein „Pipeline“-System für private Projekte. Entwickler, die bestimmte Kriterien erfüllen, erhalten einen „Concierge-Service“ der Regierung. Dieser soll sie durch das komplexe Planungs- und Genehmigungsverfahren lotsen.
Während der Fokus auf privatem Kapital liegt, ist auch staatliche Unterstützung im Gespräch. Projekte können sich um Mittel aus dem 2024 gegründeten National Wealth Fund bewerben. Dieser Mix aus privatem Risiko und staatlicher Absicherung soll langfristige Investitionssicherheit schaffen. Die Regierung spricht von einer angehenden „goldenen Ära“ der Nuklearenergie.
Mini-Kraftwerke für maximale Rechenleistung
Im Fokus stehen Small Modular Reactors (SMRs) und fortschrittlichere Advanced Modular Reactors (AMRs). Diese Mini-Reaktoren bieten entscheidende Vorteile: Sie können in Fabriken vorgefertigt werden, was Bauzeit und Kosten senkt. AMRs arbeiten zudem mit höheren Temperaturen und liefern nicht nur Strom, sondern auch Prozesswärme für die Industrie.
Erste Großprojekte laufen bereits an:
* Das US-Unternehmen X-Energy plant mit dem britischen Versorger Centrica bis zu zwölf AMRs in Hartlepool – ein Projekt mit geschätzten 2.500 Jobs.
* Bei Nottinghamshire entstehen auf dem Gelände eines stillgelegten Kohlekraftwerks SMRs von Holtec, EDF und Tritax. Sie sollen direkt dort gelegene Rechenzentren versorgen.
* TerraPower, unterstützt von Bill Gates, erkundet mit Partner KBR den Einsatz seiner Natrium-Reaktortechnologie in Großbritannien.
Antwort auf das KI-Energiedilemma
Der strategische Schwenk ist eine direkte Reaktion auf die physikalischen Grenzen des KI-Booms. Das Training großer KI-Modelle frisst Unmengen an Strom. Erneuerbare Energien wie Wind und Sonne allein können den 24/7-Bedarf moderner Rechenzentren nicht sicher decken. Fortschrittliche Atomkraft gilt als ideale Ergänzung.
Ein Schlüsselelement ist die standortnahe Versorgung. Neue Reaktoren sollen gezielt bei Industriezentren und Rechenzentren gebaut werden – oft auf Flächen stillgelegter Kohlekraftwerke. Das nutzt bestehende Netzanbindungen und minimiert Transportverluste. Diese Politik verzahnt sich mit Plänen für „KI-Wachstumszonen“, in denen Rechenleistung und Energieerzeugung gemeinsam wachsen.
Wettlauf um die Zukunft hat begonnen
Mit dem Rahmenprogramm startet Großbritannien den Wettlauf, eine neue Energie-Infrastruktur aufzubauen. Die ersten neuen Reaktoren sollen in den kommenden Jahren ans Netz gehen. Der Erfolg wird maßgeblich darüber entscheiden, ob das Land im globalen KI-Wettbewerb mithalten kann – und ob sein digitales Wachstum nachhaltig und sicher bleibt.
Die Regierung setzt auf einen robusten heimischen Zulieferermarkt und spezialisierte Arbeitskräfte. Das Ziel ist klar: Die fortschrittlichsten Industrien des Landes sollen mit sauberer, heimischer Kernenergie laufen. Es geht um nichts weniger als energetische Souveränität und wirtschaftliche Prosperität für die kommenden Jahrzehnte.
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