Brent, Crude

Brent Crude: Schlimmste Energiekrise der Geschichte

07.04.2026 - 12:24:52 | boerse-global.de

Die Blockade der Straße von Hormuz und ein US-Ultimatum an Iran treiben den Ölpreis auf über 110 Dollar und lösen laut IEA die schwerste Energiekrise aller Zeiten aus.

Brent Crude: Schlimmste Energiekrise der Geschichte - Foto: über boerse-global.de

Der IEA-Chef findet deutliche Worte: Die aktuelle Lage am Ölmarkt übertrifft jeden Schock der Vergangenheit — einschließlich der Krisen von 1973 und 1979. Brent Crude notiert heute um die 110-Dollar-Marke, während ein US-Ultimatum an Iran die Nervosität der Händler weiter anfacht.

Hormuz-Blockade ohne historisches Vorbild

Rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gaslieferungen passiert normalerweise die Straße von Hormuz. Seit dem gemeinsamen US-israelischen Angriff auf Iran Ende Februar ist die Wasserstraße weitgehend blockiert — mit spürbaren Folgen für die Versorgungssicherheit rund um den Globus.

Der Brent-Preis ist seither von knapp 70 Dollar auf über 110 Dollar geklettert. Physische Marktteilnehmer zahlen inzwischen massive Aufschläge für sofortige Lieferung gegenüber Terminkontrakten — ein klassisches Zeichen für angespannte Versorgungslagen.

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Die OPEC+ hat zwar ihre Förderquoten angehoben, doch das bleibt weitgehend symbolischer Natur. Irans Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Golfregion haben die tatsächliche Produktionskapazität der Mitglieder erheblich eingeschränkt.

US-Ultimatum nähert sich dem Verfallsdatum

Präsident Trump hat seine Drohung bekräftigt, iranische Infrastruktur — Brücken und Kraftwerke — anzugreifen, sollte Teheran die Blockade nicht aufheben. Ein Angebot zur 45-tägigen Waffenruhe im Austausch gegen die Öffnung des Seewegs hat Iran bereits abgelehnt.

Pakistanische Vermittlungsbemühungen befinden sich nach Angaben des iranischen Botschafters in Islamabad in einem „kritischen, sensiblen Stadium" — ohne konkrete Details. Parallel greifen Iran und Israel sich weiter gegenseitig an, und das US-Militär bereitet laut Berichten mögliche Schläge auf iranische Energieziele vor.

IEA-Mitgliedsländer haben bereits damit begonnen, strategische Reserven freizugeben. Besonders stark betroffen sind laut IEA-Chef Birol Entwicklungsländer, die neben steigenden Energiekosten auch höhere Lebensmittelpreise und breit accelerierende Inflation verkraften müssen. Developed Markets wie Europa, Japan und Australien stehen ebenfalls vor erheblichen Belastungen — das Ausmaß der Verwerfungen ist schlicht beispiellos.

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