Brent, Crude

Brent Crude: Märkte glauben Teheran nicht

27.04.2026 - 11:12:24 | boerse-global.de

Die Rohölmärkte zeigen sich skeptisch gegenüber dem iranischen Dialogangebot zur Straße von Hormus. Brent Crude steigt auf rund 108,50 Dollar, während Citi die Preisziele deutlich nach oben korrigiert.

Brent Crude: Märkte glauben Teheran nicht - Foto: über boerse-global.de
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Der Iran hat ein Gesprächsangebot zur Öffnung der Straße von Hormus auf den Tisch gelegt – und die Rohölmärkte antworteten heute mit einem weiteren Kursanstieg. Brent Crude notiert derzeit bei rund 108,50 Dollar, ein Plus von etwa 3 Prozent. Das Angebot aus Teheran hat offensichtlich wenig Überzeugungskraft.

Das Misstrauen der Märkte hat handfeste Gründe. Seit Beginn der Blockade wurden nach Schätzungen von Analysten rund 500 Millionen Barrel Rohöl weniger gefördert und geliefert. Die globalen Lagerbestände könnten bis Ende Juli auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt fallen – vorausgesetzt, die Meerenge bleibt noch bis Ende Mai eingeschränkt. Genau das ist das derzeit wahrscheinlichste Szenario.

Citi korrigiert Preisziele deutlich nach oben

Die Citigroup hat ihre Ölpreisprognosen diese Woche kräftig angehoben. Als Kursziel für die nächsten null bis drei Monate nennen die Analysten nun 120 Dollar je Barrel. Für das zweite Quartal 2026 rechnet die Bank im Durchschnitt mit 110 Dollar, für das dritte mit 95 Dollar und für das vierte mit 80 Dollar – jeweils 15 Dollar über den bisherigen Schätzungen. Gleichzeitig empfehlen die Analysten, kurzfristige Ölpositionen sowohl als direkten Kauf als auch zur Absicherung zu nutzen.

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Die Begründung: Teheran habe aus strategischer Sicht derzeit wenig Anreiz, die Meerenge vollständig freizugeben. Abschreckung, Einnahmen aus dem Ölhandel und geopolitisches Druckpotenzial — diese drei Faktoren sprächen dafür, dass die iranische Führung die Situation zumindest noch einige Wochen aufrechterhalten wird.

Szenarien mit erheblicher Preisspanne

Die Bandbreite möglicher Entwicklungen ist bemerkenswert groß. Im optimistischsten Hauptszenario, dem die Bank eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent gibt, beginnt die Straße von Hormus Ende Mai wieder zu öffnen. Im Bullen-Szenario — 30 Prozent Wahrscheinlichkeit — hält die Blockade bis Ende Juni an, was Brent auf bis zu 150 Dollar treiben könnte. Ein Extrem-Szenario mit Angriffen auf Energieinfrastruktur würde laut Citi sogar Preise zwischen 160 und 180 Dollar ermöglichen.

Das frühere Basisszenario — ein rascher diplomatischer Durchbruch — gilt nun als Bären-Szenario mit nur noch 20 Prozent Wahrscheinlichkeit. Bislang haben ein zuvor aufgebauter Lagerbestand von rund 800 Millionen Barrel sowie Freigaben aus strategischen Reserven den Preisanstieg noch gebremst. Dieser Puffer schmilzt allerdings sichtbar — und mit ihm die Pufferzeit für eine politische Lösung.

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