Brenntag, Aktie

Brenntag Aktie: Prognose verfehlt

04.03.2026 - 09:57:09 | boerse-global.de

Der Chemikalienhändler Brenntag verfehlt seine eigene Prognose für 2025, das operative Ergebnis fällt deutlich. Die Dividende wird leicht gesenkt, für 2026 bleibt das Umfeld herausfordernd.

Brenntag Aktie: Prognose verfehlt - Foto: über boerse-global.de
Brenntag Aktie: Prognose verfehlt - Foto: über boerse-global.de

Der DAX-Konzern Brenntag enttäuscht mit vorläufigen Zahlen für 2025 und senkt die Dividende. Das operative Ergebnis blieb unter den eigenen Erwartungen – und das makroökonomische Umfeld bleibt herausfordernd.

Zahlen unter Zielmarke

Das operative EBITA lag mit 929 Millionen Euro um 12,6 Prozent unter dem Vorjahr und verfehlte damit die Prognosespanne von 950 Millionen bis 1,05 Milliarden Euro. Der Umsatz ging um 3,7 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro zurück. Das operative EBITDA sank um 8,6 Prozent auf 1,29 Milliarden Euro.

Besonders ins Gewicht fallen nicht-zahlungswirksame Wertminderungen und Sondereffekte in Höhe von insgesamt 248 Millionen Euro. Das auf die Aktionäre entfallende Konzernergebnis nach Steuern schrumpfte dadurch auf 265 Millionen Euro – im Jahr 2024 waren es noch gut 536 Millionen Euro gewesen.

Dividende sinkt leicht

Die Aktionäre bekommen die Schwäche zu spüren: Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung eine Dividende von 1,90 Euro je Aktie vorschlagen. Das sind 2 Cent weniger als im Vorjahr, als Brenntag trotz Ergebnisrückgang 2,10 Euro ausschüttete. Analysten hatten im Schnitt mit 1,95 Euro gerechnet.

Der Chemikalienhändler begründet den Dividendenvorschlag vor allem mit dem um Sondereffekte bereinigten operativen Ergebnis und dem freien Cashflow von 941 Millionen Euro. Die Ausschüttung liegt damit über der Obergrenze der eigenen Dividendenpolitik, die eine Quote von 35 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses vorsieht.

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Fokus auf Kostendisziplin

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet Brenntag ein operatives EBITDA zwischen 1,15 und 1,25 Milliarden Euro. Der Konzern verweist auf ein herausforderndes makroökonomisches und geopolitisches Umfeld. In diesem volatilen Markt konzentriert sich das Unternehmen auf Kostendisziplin, Cash-Generierung und die Vereinfachung der Konzernstruktur.

Die Prognose für 2026 schließt mögliche Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten allerdings aus. Diese seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht belastbar abzuschätzen. Operatives Wachstum peilt Brenntag erst wieder für 2026 an.

Die vollständigen Finanzergebnisse für das Gesamtjahr 2025 wird der Konzern am 12. März veröffentlichen. Im XETRA-Handel gab die Aktie heute leicht um 0,37 Prozent auf 49 Euro nach.

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