Brauhausberg wird Potsdamer Uni-Campus
25.01.2026 - 08:35:12Hunderte Bürger besichtigten am Samstag das künftige Gelände des neuen Universitätscampus auf dem Brauhausberg. Die Stadt Potsdam startete diese Woche offiziell das Planungsverfahren für das Großprojekt, das den maroden Gebäudekomplex in ein Wissenschaftszentrum verwandeln soll.
Grünes Licht für Jahrhundertprojekt
Die Stadtverordnetenversammlung beschloss am Dienstag mit großer Mehrheit den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Universitätscampus Brauhausberg“. Nur die Fraktionen Die Linke und Die Andere stimmten dagegen. Das Verfahren schafft die rechtliche Grundlage für die Ansiedlung der Universität Potsdam und soll in etwa zwei Jahren abgeschlossen sein.
Oberbürgermeisterin Noosha Aubel sieht in dem Vorhaben eine Stärkung des Wissenschaftsstandorts. Baubeigeordneter Bernd Rubelt versprach ein zügiges und transparentes Verfahren. „Wir wollen die geplanten Investitionen in die Wissenschaftsinfrastruktur absichern und den Berg wieder für alle zugänglich machen“, so Rubelt.
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Eisige Temperaturen, heißes Interesse
Trotz frostiger Kälte strömten am Samstag hunderte Potsdamer auf das sonst gesperrte 6,2 Hektar große Areal. An Informationsständen beantworteten Stadtvertreter Fragen zu Denkmalschutz, Stadtplanung und Naturschutz. Konkrete Architekturpläne gab es noch nicht – die Begehung markierte vielmehr den Startschuss für einen öffentlichen Dialog.
„Mit der Entwicklung zum Uni-Campus wird ein kleiner Traum wahr“, sagte Rubelt mit Blick auf den verheerenden Brand vom August 2023. Das Feuer zerstörte damals den Dachstuhl des Hauptgebäudes und ließ die Zukunft des Areals ungewiss erscheinen.
Bereits am kommenden Donnerstag will die Stadt drei städtebauliche Varianten für den Campus präsentieren und zur Diskussion stellen.
Vom „Kreml“ zum Hörsaal
Das Millionenprojekt wird maßgeblich von der Hasso Plattner Foundation finanziert. Es sieht vor:
* Die Juristische sowie die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät ziehen vom Standort Griebnitzsee auf den Brauhausberg um
* Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Griebnitzsee wird dafür zum europäischen Zentrum für Digitalwissenschaften ausgebaut
* Der historische Gebäudekomplex – einst preußische Kriegsschule, später SED-Bezirksleitung („Kreml“) – wird denkmalgerecht saniert
* Neue Gebäude für Lehre, Forschung und Verwaltung entstehen
Bis 2035 soll der gesamte Campus fertig sein. Tausende Studierende und Mitarbeiter würden dann in die Innenstadt-Nähe ziehen – eine enorme Belebung für Potsdams Zentrum.
Vom Problemfall zur Zukunftschance
Jahrelang war der Brauhausberg ein Sorgenkind: leerstehend, verfallen, Opfer von Vandalismus. Frühere Umnutzungspläne scheiterten. Die aktuelle Lösung gilt vielen als Jahrhundertchance, nicht nur ein Denkmal zu retten, sondern die gesamte Wissenschaftsstadt zu stärken.
Doch die Herausforderungen sind enorm: Die Sanierung des brandgeschädigten Komplexes wird komplex und teuer. Der nun gestartete Dialog muss die Interessen von Denkmalschutz, Universität und Bürgern unter einen Hut bringen.
Kann Potsdam den Spagat zwischen Historie und Moderne schaffen? Die nächsten Monate werden zeigen, wie die Vision konkret Gestalt annimmt.
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