Branicks Group schließt Beherrschungsvertrag mit VIB Vermögen
02.01.2026 - 21:54:12Die Branicks Group finalisiert die Integration der VIB Vermögen AG. Minderheitsaktionäre können ihre Anteile tauschen oder eine garantierte Dividende erhalten. Die Zustimmung der Hauptversammlung im Februar gilt als Formsache.
Die Branicks Group und die VIB Vermögen AG haben sich auf einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geeinigt. Damit wird die Integration der VIB in den Immobilienkonzern finalisiert. Für Minderheitsaktionäre stehen nun konkrete Konditionen fest.
Der Vertrag gibt der Branicks-Tochter DIC Real Estate Investments weitreichende Weisungsbefugnisse. Im Gegenzug übernimmt sie die Verantwortung für mögliche Verluste der VIB. Dieser Schritt war seit der Mehrheitsübernahme im Jahr 2022 erwartet worden und zielt auf mehr Synergien und eine straffere Konzernführung ab.
Was die Einigung für Aktionäre bedeutet
Für die verbliebenen freien Aktionäre der VIB Vermögen bietet der Vertrag zwei Optionen. Sie können ihre Anteile tauschen oder eine garantierte Dividende kassieren.
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- Aktientausch: Wer aussteigen möchte, erhält für jede VIB-Aktie 4,18 Aktien der Branicks Group. Dieses Umtauschverhältnis basiert auf einer unabhängigen Bewertung.
- Feste Ausgleichszahlung: Wer seine Anteile behält, bekommt eine jährliche Bruttozahlung von 0,92 Euro je VIB-Aktie. Nach Steuern bleiben netto 0,77 Euro. Diese Zahlung ist unabhängig von der tatsächlichen Geschäftsentwicklung garantiert.
Damit bietet die Branicks Group Planungssicherheit, nimmt den verbleibenden Investoren aber auch die Chance auf höhere Gewinne aus der eigenständigen VIB-Entwicklung.
Nächster Schritt: Die Hauptversammlung im Februar
Die Verträge sind unterzeichnet, doch rechtskräftig wird der Deal erst nach einem Aktionärsvotum. Die entscheidende Hauptversammlung der VIB Vermögen ist für den 12. Februar 2026 angesetzt.
Ein gerichtlich bestellter Prüfer muss noch die Angemessenheit der Konditionen final bestätigen. Er hat aber bereits signalisiert, die ermittelten Werte zu unterstützen. Eine Änderung der Angebote gilt daher als unwahrscheinlich.
Da die Branicks Group bereits die Mehrheit der Stimmrechte hält, wird die Zustimmung auf der Hauptversammlung erwartet. Dennoch könnten Aktionärsvertreter kritische Fragen stellen.
Strategischer Move in unsicheren Zeiten
Die heutige Einigung ist der letzte Akt einer mehrjährigen Integration. Bereits im Sommer 2025 hatte Branicks Geschäftsbereiche gebündelt, um Komplexität abzubauen.
Analysten sehen in dem Beherrschungsvertrag einen typischen Schritt, um in einem schwierigen Marktumfeld die Kontrolle zu zentralisieren und Finanzströme besser zu steuern. Die VIB Vermögen, traditionell stark in süddeutschen Logistikimmobilien, verliert damit endgültig ihre Eigenständigkeit.
Die feste Ausgleichszahlung bietet Minderheitsaktionären in der volatilen Immobilienbranche Sicherheit. Gleichzeitig bindet sie sie aber langfristig an die Entwicklung des gesamten Branicks-Konzerns.
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