Brandschutzbeauftragte, Risiken

Brandschutzbeauftragte: Neue Risiken erfordern neues Wissen

25.01.2026 - 13:43:12

Die Pflichtfortbildung für Brandschutzbeauftragte fokussiert 2026 auf den Umstieg auf fluorfreie Löschmittel und Sicherheitskonzepte für Elektrofahrzeuge. Die rechtlichen Rahmenbedingungen bleiben stabil.

Die Pflichtfortbildung für Brandschutzbeauftragte in Deutschland steht 2026 im Zeichen von Nachhaltigkeit und neuen Technologien. Während der rechtliche Rahmen stabil bleibt, verschieben sich die inhaltlichen Schwerpunkte dramatisch.

Pflichtfortbildung: Stabile Regeln, dynamische Inhalte

Die vfdb-Richtlinie 12-09/01 bleibt der zentrale Standard. Sie schreibt vor, dass Brandschutzbeauftragte alle drei Jahre mindestens 16 Unterrichtseinheiten (UE) Fortbildung absolvieren müssen. Der Nachweis ist entscheidend für die Versicherung und die rechtliche Bestellung. Präsenzveranstaltungen gelten nach wie vor als Goldstandard, doch hybride Modelle mit Online-Modulen gewinnen an Akzeptanz.

Experten raten dringend, zu Jahresbeginn die Personalakten zu prüfen. Wer seine letzte Schulung Anfang 2023 absolvierte, muss jetzt handeln. Angesichts des rasanten technischen Wandels der letzten Jahre ist das Wissen vieler vor 2023 bestellter Beauftragter sonst veraltet.

Schwerpunkt 1: Der Abschied von PFAS

Ein drängendes Thema dominiert die Schulungspläne: Der Ausstieg aus PFAS-haltigen Löschschäumen. Die EU-Verordnung 2025/1988 setzt Unternehmen auf strippe Zeitpläne. Diese Woche verdeutlichte eine Ankündigung der INTERSCHUTZ-Messe in Hannover das Tempo des Wandels. Vorgestellt wurden unter anderem bio-basierte Flammschutzmittel für die Vegetationsbrandbekämpfung.

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Für die Praxis bedeutet das eine Neuausrichtung der Schulungen. Brandschutzbeauftragte müssen jetzt lernen:
* Wie man alte Systeme auf fluorfreie Mittel umrüstet, ohne die Sicherheit zu gefährden.
* Welche Vorschriften für die Entsorgung alter Schaumvorräte gelten – ein komplexes Feld mit hohem Haftungsrisiko.
* Welche neuen Anwendungstechniken die alternativen Mittel erfordern.

Schwerpunkt 2: Sicherheit für E-Mobilität

Das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) hat die Elektromobilität fest im Risikomanagement verankert. Die Lehrpläne 2026 reagieren mit spezifischen Inhalten zu Lithium-Ionen-Batterien und Ladeinfrastruktur.

Im Fokus stehen:
* Die Bewertung von Brandlasten und Sicherheitsabständen für Wallboxen in Tiefgaragen.
* Quarantäne- und Lagerverfahren für beschädigte Batterien.
* Die Abstimmung mit der Feuerwehr über spezielle Löschtaktiken für Elektrofahrzeugbrände.

Versicherer fordern zunehmend explizite Sicherheitskonzepte für diese Infrastruktur. Die Fähigkeit, diese zu erstellen, ist 2026 zur Kernkompetenz geworden.

Blick voraus: INTERSCHUTZ 2026 als Trendbeschleuniger

Die Branche blickt gespannt auf die INTERSCHUTZ 2026 im Juni in Hannover. Der Mitveranstalter vfdb gestaltet das Programm aktiv mit, um Forschung und Praxis zu verbinden. Ein Zeichen für stärkere internationale Kooperation: Der Verband Europäischer Feuerwehroffiziere (FEU) wird auf der Messe eine große Führungskonferenz abhalten.

Für den einzelnen Brandschutzbeauftragten wird die Digitalisierung konkret: Intelligente Brandmeldesysteme und digitale Fluchtwegplanung werden vom “Kann” zum “Muss”. Die Arbeit des vfdb stellt sicher, dass solche Innovationen schnell in Richtlinien und Prüfungsstandards einfließen.

Drei Schritte zur Compliance 2026

  1. Status prüfen: Das Datum des letzten 16-UE-Nachweises kontrollieren. Bei Schulungen aus dem Frühjahr 2023 ist schnelles Handeln angeraten.
  2. Zielgerichtete Inhalte wählen: Seminare sollten explizit die PFAS-Thematik und die Lithium-Ionen-Sicherheit abdecken – die größten Haftungsrisiken des Jahres.
  3. Interne Dokumente aktualisieren: Die betriebliche Brandschutzordnung muss die Verfahren für neue Gebäudetechnologien widerspiegeln.

Wer seine Fortbildung an diesen Trends ausrichtet, erfüllt nicht nur seine Pflicht. Sondern rüstet sein Unternehmen aktiv gegen die Brandrisiken der Zukunft.

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