Brandschutz, Bern

Brandschutz in Bern: Neue Pflichten für Sicherheitsbeauftragte

19.03.2026 - 00:00:21 | boerse-global.de

Die Gebäudeversicherung Bern startet eine Informationsoffensive und verschärft die Kontrollen für Sicherheitsverantwortliche. Ein grundlegender Wandel zu risikobasierten Konzepten steht bevor.

Brandschutz in Bern: Neue Pflichten für Sicherheitsbeauftragte - Foto: über boerse-global.de
Brandschutz in Bern: Neue Pflichten für Sicherheitsbeauftragte - Foto: über boerse-global.de

Die Anforderungen an Sicherheitsbeauftragte für Brandschutz (SiBe) im Kanton Bern werden verschärft. Auslöser sind ein tragischer Vorfall in Crans-Montana und eine neue Informationsoffensive der Gebäudeversicherung Bern (GVB). Gleichzeitig steht mit der Reform der VKF-Richtlinien ein Paradigmenwechsel bevor.

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GVB startet Offensive für mehr Sicherheit

Die Gebäudeversicherung Bern (GVB) hat ihre Aufsicht verschärft. Anfang Januar 2026 startete sie eine Informationskampagne an Gemeinden, Vereine und die Gastronomie. Der Fokus liegt auf der organisatorischen Brandvorsorge. Hintergrund ist ein gestiegenes Sicherheitsbedürfnis nach einem schweren Vorfall in einem Walliser Ferienort.

Die Botschaft der GVB ist klar: Die Verantwortung für die Einhaltung der Vorschriften liegt stets beim Betreiber. Zur Unterstützung entwickelt die GVB ein praxisnahes Schulungsmodul, das ab April 2026 verfügbar soll. Kontrollen finden turnusmäßig alle fünf bis zehn Jahre statt. Werden Mängel nicht fristgerecht behoben, kann die zuständige Präfektur den Betrieb einschränken oder ganz schließen.

SiBe: Das sind die Kernaufgaben

Die Bestellung eines SiBe ist für Betriebe mit Publikumsverkehr wie Krankenhäuser, Einkaufszentren oder Clubs zentral. Der SiBe trägt die operative Verantwortung für den täglichen Brandschutz. Er ist erster Ansprechpartner für Behörden, Feuerwehr und die Geschäftsleitung.

Zu seinen Hauptaufgaben zählen:
* Freihaltung von Flucht- und Rettungswegen
* Überwachung betrieblicher Brandgefahren
* Unterweisung des Personals in Evakuierung und Löschmittelgebrauch
* Dokumentation der Wartung von Feuerlöschern, Alarm- und Notlichtanlagen

Bei Veranstaltungen mit über 500 Personen ist die Benennung eines SiBe im Sicherheitskonzept für die Behörde in Bern zwingend vorgeschrieben.

Wer darf SiBe werden? Die Qualifikationsfrage

Eine häufig diskutierte Frage ist die formale Qualifikation. Anders als bei Brandschutzfachleuten schreiben die VKF-Richtlinien keine staatliche Prüfung oder Zertifizierung vor. Voraussetzung sind fachliche Kompetenz und praktische Erfahrung.

Im Kanton Bern kann jede Person mit dem nötigen Wissen bestellt werden. Wichtig ist die offizielle Ernennung durch die Geschäftsleitung und ein klares, betriebsspezifisches Pflichtenheft. Zudem muss ein gleich qualifizierter Vertreter benannt werden, um Ausfälle abzudecken.

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Wandel zu risikobasiertem Brandschutz

Die Schweizer Brandschutzlandschaft steht vor einem großen Umbruch. Bis Frühjahr 2027 werden die Richtlinien des Verbands Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) grundlegend reformiert. Statt starrer Vorschriften treten dann risikobasierte Sicherheitskonzepte.

Diese Verschiebung erfordert von SiBe ein tieferes Verständnis für Risikoanalysen. Bildungseinrichtungen wie die AFC Akademie reagieren bereits und bieten ab 2026 entsprechende Weiterbildungsmodule an. Die Rolle des SiBe wandelt sich so von einer formalen Position zu einer spezialisierten Managementaufgabe.

Was bedeutet das für Betriebe?

Für Unternehmer und Veranstalter hat diese Entwicklung konkrete Folgen. Die klare Delegation der Aufgaben an einen SiBe kann die Haftungsrisiken für Geschäftsleitungen und Eigentümer verringern. Die GVB signalisiert eine strikte Durchsetzung, besonders in der Gastronomie- und Eventbranche.

Experten gehen davon aus, dass die neuen, standardisierten Schulungen und risikobasierten Konzepte das Sicherheitsniveau verschiedenster Betriebe angleichen werden. Wer jetzt in die Qualifikation und organisatorische Einbindung seiner Sicherheitsbeauftragten investiert, ist für die strengeren Vorgaben ab 2027 gut aufgestellt.

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