BrainHQ-Studie, Gehirntraining

BrainHQ-Studie belegt: Gehirntraining senkt Demenzrisiko

25.02.2026 - 06:48:49 | boerse-global.de

Eine über 20 Jahre laufende Studie belegt erstmals, dass spezifisches digitales Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit das Demenzrisiko signifikant reduziert.

Eine Langzeitstudie beweist erstmals, dass gezieltes digitales Gehirntraining das Demenzrisiko um 25 Prozent senken kann. Die bahnbrechenden Ergebnisse wurden kürzlich im Fachjournal „Alzheimer's & Dementia“ veröffentlicht und stellen die Branche auf den Kopf.

Den Durchbruch liefert die finale Auswertung der ACTIVE-Studie, die über 20 Jahre lief. Knapp 3.000 gesunde Erwachsene über 65 trainierten dafür in verschiedenen Gruppen. Nur diejenigen, die ein spezielles Training der visuellen Verarbeitungsgeschwindigkeit absolvierten, zeigten zwei Jahrzehnte später das deutlich reduzierte Erkrankungsrisiko.

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„Das ist überaus überraschend“, kommentierte Marilyn Albert von der Johns Hopkins University den langfristigen Schutzeffekt. Es handle sich um einen der ersten Belege, dass eine spezifische Intervention die Demenzinzidenz senken kann.

Das Geheimnis heißt „Double Decision“

Das erfolgreiche Training unterscheidet sich fundamental von klassischen Rätseln. Es zielt auf die Geschwindigkeit der visuellen Informationsverarbeitung ab. In der Übung „Double Decision“ müssen Nutzer ein zentrales Objekt identifizieren und gleichzeitig ein am Rand aufblitzendes Ziel erkennen.

Das Programm passt Schwierigkeit und Tempo adaptiv an. Entwickelt wurde es von den Psychologen Karlene Ball und Daniel Roenker. Zugänglich ist es heute über die Plattform BrainHQ des Unternehmens Posit Science.

Der Zeitaufwand ist erstaunlich gering: Für den langfristigen Schutz trainierten die Probanden über drei Jahre verteilt nur etwa 23 Stunden.

Neuroplastizität als Schlüssel

„Die Übungen zwingen das Gehirn, sich neu zu vernetzen“, erklärt Henry Mahncke, Geschäftsführer von Posit Science. Dieser Prozess der Neuroplastizität sei der Schlüssel zum Erfolg.

Aktuelle Forschungen mit PET-Scans untermauern die neurologischen Mechanismen. Sie zeigen, dass spezifische Programme wie BrainHQ die cholinerge Aktivität im Gehirn steigern können. Dieser Neurotransmitter ist essenziell für Aufmerksamkeit und Lernen – und nimmt bei Demenzerkrankungen typischerweise ab.

Die neue Landkarte des Gehirnjoggings

Die Studie definiert die Rangliste der effektivsten Plattformen neu. BrainHQ erhält durch die Langzeitdaten eine beispiellose wissenschaftliche Validierung. Doch auch andere Anbieter setzen auf Evidenz.

Die deutsche Plattform NeuroNation etwa kooperiert mit der MSH Medical School Hamburg und der Universität Würzburg. Ihr Fokus liegt auf dem Arbeitsgedächtnis. Studien zeigen, dass bereits 21 Trainingseinheiten die Verarbeitungsgeschwindigkeit spürbar verbessern können.

International bekannte Anbieter wie Lumosity und CogniFit bieten breite Spielesammlungen oder personalisierte Pläne. Experten betonen nun jedoch die klare Trennung zwischen allgemeinem Gehirnjogging und gezieltem Präventionstraining mit medizinischer Wirksamkeit.

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Ein Wendepunkt für die Digital-Health-Branche

Die Veröffentlichung markiert einen Paradigmenwechsel. Bislang fehlten den Apps oft aussagekräftige Langzeitstudien. Der nun erbrachte „Goldstandard-Beweis“ dürfte die Nachfrage nach wissenschaftlich fundierten Programmen deutlich steigern.

Nutzer werden kritischer hinterfragen: Dient eine App nur der Unterhaltung oder basiert sie auf validierten neurowissenschaftlichen Prinzipien? Branchenanalysten erwarten eine Konsolidierung hin zu evidenzbasierten Angeboten.

Proaktive Vorsorge für alle Altersgruppen

Die Erkenntnisse eröffnen neue Perspektiven für die Gesundheitsvorsorge. Forscher planen bereits, wie sich kognitives Training optimal mit Bewegung, Ernährung und Blutdruckmanagement kombinieren lässt.

In der Medizin wird diskutiert, ob solche Programme künftig routinemäßig von Ärzten empfohlen oder sogar verschrieben werden sollten. Da die Alzheimer-typischen Gehirnveränderungen oft Jahrzehnte vor den ersten Symptomen beginnen, rücken auch jüngere Zielgruppen in den Fokus.

Die Vision ist klar: ein ganzheitlicher Ansatz zur Erhaltung der Gehirngesundheit – und digitale, wissenschaftlich validierte Tools werden darin eine Schlüsselrolle spielen.

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