BP: Meg O'Neill präsentiert Q1-Ergebnisse am 28. April
27.04.2026 - 14:59:13 | boerse-global.deDer lange Underperformer der Ölindustrie hat sich in wenigen Monaten an die Spitze gesetzt. BP profitiert vom Iran-Konflikt wie kaum ein anderer Ölkonzern — und präsentiert morgen seine ersten Quartalszahlen unter neuer Führung.
Außergewöhnliche Handelsgewinne treiben die Aktie
Seit Ausbruch des Krieges im Nahen Osten hat BP nach eigenen Angaben einen „außergewöhnlichen" Handelsgewinn im ersten Quartal 2026 erzielt. Der Konflikt ließ Öl-, Gas- und Kraftstoffpreise stark steigen. Die Straße von Hormuz kam zeitweise fast zum Erliegen. Iran griff Energieinfrastruktur am Persischen Golf an.
Brent-Rohöl kletterte zuletzt um 2,5 Prozent auf knapp 108 Dollar je Barrel. BP hat offengelegt, dass jeder Dollar Preisveränderung pro Barrel das operative Vorsteuerergebnis um 340 Millionen Dollar beeinflusst. Die Aktie hat in den vergangenen sechs Monaten rund ein Drittel zugelegt. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von über 31 Prozent — der Kurs liegt aktuell bei 6,67 Euro und damit rund 26 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Gemischtes Bild beim Ausblick
Die Quartalszahlen für Q1 2026 erscheinen am 28. April. Es sind die ersten unter CEO Meg O'Neill, die am 1. April das Amt übernahm — als vierte Konzernchefin innerhalb von sechs Jahren.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BP?
Der Rohölpreis lag im ersten Quartal im Schnitt bei 81 Dollar je Barrel, nach 64 Dollar im Vorquartal. Das stützt die Ergebnisse. Allerdings steigt die Nettoverschuldung: BP erwartet am Quartalsende zwischen 25 und 27 Milliarden Dollar Schulden — gegenüber 22,2 Milliarden Dollar Ende 2024. Haupttreiber ist ein deutlicher Aufbau des Umlaufvermögens durch das hohe Preisniveau.
Die Produktion bleibt weitgehend stabil, die Ölförderung dürfte leicht sinken. Kein Wunder, dass Analysten trotz der Kursrally auf die Schuldenlast hinweisen.
Portfolioumbau schreitet voran
Parallel zum geopolitischen Rückenwind treibt BP seinen strategischen Umbau voran. Im März vereinbarte der Konzern den Verkauf seiner Raffinerie in Gelsenkirchen an die Klesch Group. Der Deal soll das Kostensenkungsziel um rund eine Milliarde Dollar erhöhen — auf 6,5 bis 7,5 Milliarden Dollar bis 2027.
BP vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen müssen.
Insgesamt hat BP bisher mehr als 11 Milliarden Dollar seines geplanten Veräußerungsprogramms von 20 Milliarden Dollar abgeschlossen. Das Ziel: Schulden abbauen, Bilanz stärken, Vertrauen zurückgewinnen.
O'Neill übernimmt einen Konzern, der nach dem gescheiterten Grünkurs unter früheren Führungen tief in der Schuldenzone steckt. Die außergewöhnlichen Handelsgewinne aus dem Iran-Konflikt verschaffen ihr Luft — ob sie reicht, zeigt sich morgen früh mit den Zahlen.
BP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BP-Analyse vom 27. April liefert die Antwort:
Die neusten BP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis Meg Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
