BP Aktie: Milliarden-Abschreibung schockt Anleger
14.01.2026 - 17:09:31Der britische Ölriese muss für das vierte Quartal 2024 heftige Verluste einkalkulieren. BP rechnet mit Wertminderungen zwischen 4 und 5 Milliarden US-Dollar – ein herber Schlag für das neu aufgestellte Management. Die Aktie reagierte am Mittwoch in London mit einem Minus von knapp einem Prozent.
Die massiven Abschreibungen treffen vor allem den Geschäftsbereich Gas sowie das Segment für kohlenstoffarme Energien. Darunter fallen Projekte rund um Wasserstoff, CO2-Abscheidung und Biokraftstoffe. Welche konkreten Investitionen genau betroffen sind, ließ der Konzern offen.
Aufräumen unter neuer Führung?
Für manche Beobachter kommt das Timing nicht überraschend. RBC-Analyst Biraj Borkhataria wertet die Abschreibungen als klassisches “Aufräumen” unter neuem Management. Die logische Konsequenz: Aktienrückkäufe könnten gestrichen und der Schuldenabbau forciert werden.
Erst im Dezember 2024 hatte sich BP von Konzernchef Murray Auchincloss getrennt – nach nicht einmal zwei Jahren im Amt. Auchincloss hatte zuvor eine radikale Kehrtwende vollzogen: weg von den erneuerbaren Energien, die sein Vorgänger noch massiv ausbauen wollte, zurück zum klassischen Öl- und Gasgeschäft. Treibende Kraft hinter dieser Neuausrichtung war unter anderem der aktivistische Investor Elliott.
Ab April übernimmt Meg O’Neil die Führung. Ihre Mission: Den angeschlagenen Ölgiganten stabilisieren, nachdem die milliardenschweren Wetten auf grüne Technologien gescheitert sind.
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Auch das Kerngeschäft schwächelt
Doch nicht nur bei den Zukunftsprojekten läuft es miserabel. Im traditionellen Ölgeschäft präsentiert sich die Lage zum Jahresende ebenfalls durchwachsen. Die Fördermengen im vierten Quartal sollen zwar auf dem Niveau des Vorquartals bleiben, allerdings belasten Preisverzögerungen bei der Produktion im Golf von Mexiko und in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Jefferies-Analyst Mark Wilson sieht die Erwartungen verfehlt. Auch das Geschäft mit Gas und kohlenstoffärmeren Energien dürfte schwächer ausfallen als im dritten Quartal. Barclays-Expertin Lydia Rainforth bewertet die Aussagen neutral – sie entsprächen den Branchentrends. Immerhin: Die Nettoverschuldung ist gesunken.
Am 10. Februar legt BP die vollständigen Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, wie tief die Wunden wirklich sind – und ob die neue Chefin den Tanker wieder auf Kurs bringen kann.
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