Boston Scientific: Johnson & Johnson startet Farapulse-Vergleich
29.04.2026 - 16:49:21 | boerse-global.deGute Zahlen, gesenkte Ziele — bei Boston Scientific klaffen operative Leistung und künftige Erwartungen weit auseinander. Trotz eines deutlichen Umsatzsprungs im ersten Quartal markierte die Aktie am Mittwoch ein neues Jahrestief bei 49,91 Euro. Der Grund liegt weniger in der Vergangenheit als in einer vorsichtigeren Zukunftserwartung des Managements.
Unternehmenschef Mike Mahoney korrigierte die Erwartungen für das organische Umsatzwachstum auf eine Spanne von 6,5 bis 8,0 Prozent nach unten. Bisherige Prognosen waren optimistischer ausgefallen. Verantwortlich für diesen Schritt sind unerwartete Volumeneinbußen im WATCHMAN-Portfolio sowie ein schwieriges Marktumfeld im Bereich der Urologie.
Wettbewerbsdruck in der Elektrophysiologie
Parallel dazu verschärft sich der Konkurrenzkampf in der Elektrophysiologie, insbesondere bei der Pulsed Field Ablation (PFA). Der Mitbewerber Johnson & Johnson greift mit der klinischen Studie "PERSIGMA" direkt an. In diesem Rahmen wird das System Varipulse Pro im direkten Vergleich gegen das Farapulse-Gerät von Boston Scientific getestet.
Dabei liefert Farapulse inhaltlich eigentlich starke Argumente. Daten der AVANT GUARD-Studie belegen eine deutliche Überlegenheit gegenüber herkömmlichen Medikamenten bei der Behandlung von Vorhofflimmern. Um das Vertrauen der Aktionäre angesichts des Kursverfalls zu stützen, hat die Führung ein Rückkaufprogramm für eigene Aktien im Wert von zwei Milliarden Dollar autorisiert.
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Die nackten Zahlen des ersten Quartals 2026 lesen sich derweil solide. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,80 Dollar über den Erwartungen der Analysten.
Analysten wie Daiwa Securities reagierten dennoch mit einer Herabstufung auf "Neutral". Die Experten senkten ihr Kursziel auf 60 Dollar und verwiesen auf das sich wandelnde Wettbewerbsumfeld.
Juristische Hürden und Ausblick
Zusätzliche Unruhe stiften mehrere Sammelklagen von Investoren. Diese werfen dem Unternehmen vor, bei früheren Angaben zum Umsatzwachstum in der Elektrophysiologie sowie zur Prognose für 2026 nicht transparent genug gewesen zu sein. Die Fristen für die Benennung von Hauptklägern laufen bereits Anfang Mai 2026 ab.
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Das Management stellt sich nun auf ein schwieriges zweites Quartal ein. Eine operative Besserung wird erst für die zweite Jahreshälfte in Aussicht gestellt. Bis dahin bleibt die Aktie technisch schwer angeschlagen; seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits auf rund 38 Prozent.
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