Boston, Dynamics

Boston Dynamics startet Serienproduktion des Atlas-Roboters

13.01.2026 - 23:00:12

Der Robotik-Pionier Boston Dynamics hat auf der CES 2026 die Serienversion seines humanoiden Atlas-Roboters vorgestellt. Der vollelektrische Industrieroboter wird ab sofort produziert – mit Hyundai als erstem Großkunden ab 2028. Diese Entwicklung markiert einen Wendepunkt für die Automatisierung in Fabrikhallen.

Aus dem Forschungswunder, das durch Parkour-Videos berühmt wurde, ist ein praxistaugliches Werkzeug geworden. Die Serienproduktion in Boston Dynamics’ Hauptquartier läuft bereits an. Erste Roboter werden noch dieses Jahr an ausgewählte Partner ausgeliefert, darunter eine Hyundai-Trainingsanlage und der KI-Partner Google DeepMind. Den ersten Großeinsatz soll Atlas dann 2028 im Hyundai-Werk im US-Bundesstaat Georgia erleben – der Startschuss für eine neue Ära der Mensch-Roboter-Kollaboration.

Der neue Atlas ist ein vollständig elektrisches Modell, konstruiert für den rauen Fabrikalltag. Mit einer Traglast von 50 Kilogramm, einer Reichweite von 2,3 Metern und sensiblen Händen kann er präzise Aufgaben übernehmen. Besonders praktisch: Er erkennt selbstständig, wann der Akku schwach wird, und sucht eigeninitiativ die Ladestation auf. So soll er rund um die Uhr im Einsatz sein können.

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Hyundais stufenweiser Masterplan

Der südkoreanische Konzern verfolgt einen durchdachten Integrationsplan. Ab 2028 beginnt Atlas in Georgia mit der Teilesequenzierung – einer repetitiven Logistikaufgabe. Diese Phase dient als Sicherheits- und Praxistest. Bis 2030 sollen dann komplexere Montagearbeiten und das Handhaben schwerer Lasten folgen.

Für diese Aufgaben muss Atlas trainieren. Dafür baut Hyundai in den USA ein spezielles Robot Metaplant Application Center (RMAC). Hier lernen die humanoiden Roboter, bevor sie in der echten Produktion an den Start gehen. Ein ganzes Firmenkonglomerat arbeitet an der Wertschöpfungskette: Hyundai Mobis entwickelt Hochleistungs-Aktuatoren, Hyundai Glovis optimiert die Logistik für die Serienproduktion. Bis 2028 soll ein Produktionssystem für bis zu 30.000 Roboter pro Jahr entstehen.

KI als entscheidender Intelligenz-Boost

Die physischen Fähigkeiten sind das eine – die kognitive Leistung das andere. Eine neu angekündigte Partnerschaft zwischen Boston Dynamics und Google DeepMind soll hier den Unterschied machen. Fortschrittliche KI-Fundamentalmodelle wie Gemini Robotics sollen in Atlas integriert werden. Das Ziel: Der Roboter lernt schneller neue Aufgaben und passt sich dynamisch an veränderte Fabrikumgebungen an.

Der Markt für humanoide Roboter boomt. Konkurrenten wie Tesla mit seinem Optimus-Projekt investieren Milliarden. Marktanalysten prognostizieren ein Volumen von zig Milliarden Euro bis 2035. Hyundais Strategie zielt darauf ab, durch die frühe Integration in die eigene Fertigung eine Führungsposition zu erlangen. Das langfristige Ziel ist die Software-definierte Fabrik, in der Roboter die gefährlichen und monotonen Jobs übernehmen und menschliche Mitarbeiter entlastet werden.

Der Weg in die automatisierte Zukunft

Bis zur breiten Anwendung ist es noch ein Weg mit kritischen Meilensteinen. Die Tests im RMAC und bei Google DeepMind ab 2026 werden die KI-Fähigkeiten schärfen. Der Georgia-Einsatz ab 2028 wird der erste Großtest in der Serienfertigung sein. Gelingt dies, plant Hyundai den Rollout in seinen globalen Werken.

Langfristig will der Konzern seine Erfahrung auch als Dienstleistung anbieten. Das Geschäftsmodell Robotics-as-a-Service (RaaS) soll die Technologie auch für Branchen wie Logistik, Bauwesen und Facility-Management erschwinglich machen. Mit steigender Stückzahl werden die Kosten pro Roboter sinken. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie schnell diese Vision der Automatisierung Alltag wird.

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