Born Ketchup schmeckt am besten, aber Schadstoffe trüben das Bild
25.03.2026 - 09:30:32 | boerse-global.deStiftung Warentest findet Schimmelpilzgifte in drei von 23 getesteten Tomatenketchups. Kein Produkt erreicht die Gesamtnote „sehr gut“. Geschmacklich setzt sich eine ostdeutsche Marke an die Spitze.
Die Prüfer nahmen 23 verschiedene Ketchups aus Supermarkt, Discounter und Bio-Handel unter die Lupe. Sie bewerteten Geschmack, Textur und ließen die Saucen im Labor auf Schadstoffe analysieren. Die Ergebnisse zeigen ein gemischtes Bild für Verbraucher.
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Geschmackssieger Born überzeugt mit ausgewogenem Aroma
In der sensorischen Prüfung glänzt der Tomatenketchup der Marke Born. Er erhält als einziges Produkt die Traumnote 1,0. Die Tester loben das ideale Gleichgewicht aus fruchtiger Tomate, Würze und einer feinen Säure. Für die 450-Milliliter-Flasche zahlt man 1,99 Euro.
Trotz dieser Spitzenleistung reicht es insgesamt nur zu „gut“. Die strengen Kriterien der Stiftung gewichten auch Chemie und Ökobilanz. Insgesamt zwölf Ketchups schneiden „gut“ ab. Darunter sind preiswerte Eigenmarken wie „Gut & Günstig“ von Edeka oder „Kania Classic“ von Lidl für je 1,29 Euro.
Mykotoxine und Süßstoff sorgen für Punktabzug
Die Laboranalysen offenbaren bedenkliche Funde. In drei Ketchups wiesen die Experten Schimmelpilzgifte (Mykotoxine) nach. Diese können entstehen, wenn überreife oder beschädigte Tomaten verarbeitet werden. Die Tester werten Belastungen konsequent ab.
Ein weiterer Kritikpunkt ist der Süßstoff Sucralose. Einige Hersteller nutzen ihn, um den deklarierten Zuckergehalt zu drücken. Die Prüfer sehen das skeptisch: Die intensive Süße gewöhne nicht ab, und der Stoff belaste die Umwelt, da er schwer abbaubar ist. Zudem schneiden diese Produkte oft geschmacklich schlechter ab.
Glas schlägt oft Kunststoff – Bio für Kinder top
Die Debatte um die Verpackung bekommt neuen Stoff. Viele Kunststoffflaschen sind nicht kreislauffähig, was zu Abzügen führt. Glasflaschen in funktionierenden Recyclingsystemen schneiden tendenziell besser ab.
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Für Eltern bietet der Test eine klare Empfehlung: Der Bio-Kinderketchup von Byodo überzeugt mit hochwertigen Zutaten und ausgewogener Süße. Mit 3,99 Euro für 300 Milliliter ist er zwar teuer, wurde aber zum Testsieger in dieser Kategorie gekürt. Viele spezielle Kinderprodukte bieten laut Testern kaum Vorteile gegenüber günstigeren Standard-Bio-Ketchups.
Branche unter Druck: Mehr Transparenz, weniger Zucker
Die Ergebnisse spiegeln einen größeren Trend wider. Verbraucher achten stärker auf Herkunft und ökologische Kriterien. Der Erfolg von Bio-Marken im Test unterstreicht das.
Gleichzeitig muss die Industrie den Zuckergehalt reduzieren – ohne den Geschmack zu verfälschen. Die Herausforderung ist groß, denn traditionell dient Zucker auch der Konservierung. Die Untersuchung zeigt: Produkte mit über 80 Prozent Tomatenanteil brauchen oft weniger zugesetzten Zucker, da die natürliche Süße der Früchte ausreicht.
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