BORG Graz: Sanierung als Weg zur Traumabewältigung
17.01.2026 - 18:09:12Ein umfassender Umbau des BORG Dreierschützengasse in Graz soll der Schulgemeinschaft bis Herbst 2026 einen Neuanfang ermöglichen. Das Projekt ist eine direkte Reaktion auf die tragischen Ereignisse vom Juni 2025 und zielt auf eine sensible architektonische Neugestaltung ab. Während der Bauarbeiten ist die Schule für das laufende Schuljahr in ein AVL-Gebäude ausgelagert.
Die Pläne entstanden in enger Zusammenarbeit mit Schülern, Eltern, Lehrkräften, Psychologen und der Bildungsdirektion Steiermark. Der Bund übernimmt die Finanzierung. Statt eines Neubaus wird die bestehende Gebäudestruktur erhalten, um eine neue Identität zu schaffen.
Die Leitung des Projekts hat der Grazer Architekt Peter Polding übernommen. Seine Aufgabe: eine “architektonische Traumabewältigung” zu realisieren. Ein kompletter Abriss wurde geprüft, aber verworfen. Stattdessen bleibt die Grundstruktur erhalten.
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Der steirische Künstler Andreas Stern gestaltet das Gebäude künstlerisch neu – in Zusammenarbeit mit der Schulgemeinschaft. Dieser partizipative Ansatz soll eine positive, identitätsstiftende Atmosphäre schaffen.
Belastete Räume erhalten neue Funktion
Die baulichen Maßnahmen sind tiefgreifend. Besonders belastete Bereiche wie bestimmte Klassenzimmer und Sanitäranlagen werden grundlegend umgestaltet und einer neuen Nutzung zugeführt.
- Diese Räume werden künftig nicht mehr für Unterricht genutzt.
- Geplant sind Allgemeinflächen, offene Lernzonen oder eine Loggia als Außenbereich.
- Auch Eingangsbereich, Außenanlagen und Grünflächen werden neu gestaltet.
Ziel ist ein offenes, einladendes Gesamtbild mit Rückzugsbereichen und flexiblen Lernzonen.
Interimslösung in modernem AVL-Gebäude
Für das gesamte Schuljahr 2025/26 sind alle 21 Klassen des BORG in einem adaptierten Gebäude der AVL hinter der Helmut-List-Halle untergebracht. Die Auslagerung ermöglicht es, die komplexen Arbeiten am Stammgebäude zügig und effizient durchzuführen.
Die Rückkehr in das transformierte Schulgebäude ist für den Herbst 2026 geplant. Das Projekt gilt in der österreichischen Bildungslandschaft als einzigartig: Es ist keine reine Modernisierung, sondern eine notwendige Maßnahme zur Wiederherstellung eines sicheren sozialen Raumes. Experten sehen darin ein mögliches Modell für den Umgang mit Krisen an anderen öffentlichen Einrichtungen.
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