BMW, Smartphone

BMW iX3 macht Smartphone zum Autoschlüssel

06.01.2026 - 14:03:12

Auf der Technikmesse demonstrieren Autohersteller, wie digitale Schlüssel in Smartphones den physischen Schlüsselbund ersetzen. Die Technologie wird zum Standard für den Zugang zum Fahrzeug.

Der physische Autoschlüssel wird zum Auslaufmodell. Auf der Technikmesse CES 2026 in Las Vegas demonstrieren führende Autohersteller, wie Smartphones den klassischen Schlüsselbund ersetzen. BMW setzt mit dem neuen iX3 einen Maßstab für den kontaktlosen Zugang.

BMWs Neue Klasse startet mit Digital Key Plus

BMW stellte auf der CES die Serienversion des elektrischen iX3 vor, das erste Modell der „Neuen Klasse“. Herzstück ist das verbesserte Digital Key Plus-System. Es nutzt präzise Ultra-Wideband-Technologie (UWB) für einen zuverlässigen, passiven Zugang. iPhone-Nutzer können ihr Gerät in der Tasche lassen – das Auto entsperrt sich beim Herangehen automatisch und verriegelt beim Weggehen.

Die Technik verhindert sogenannte Relay-Angriffe, eine Schwachstelle älterer Keyless-Systeme. Die Integration in die „My BMW“-App und Apple Wallet vereinfacht die Einrichtung. Aus Beobachtersicht reift die Technologie hier von einer Spielerei zum Fundament des „softwaredefinierten Fahrzeugs“.

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Porsche und Rivian ziehen nach

Der Trend beschleunigt sich auch außerhalb der Messe. Porsche bestätigte kurz vor der CES, dass seine 2026er E-Modelle Macan und Cayenne Apple Car Key unterstützen werden. Damit können Schlüssel per iMessage geteilt und Zugriffe sofort entzogen werden. Geschwindigkeitsbegrenzungen für Familienmitglieder oder Valet-Parker werden zum erwarteten Standard.

Auch Rivian stattet seine aktuellen R1T- und R1S-Modelle mit der Technologie aus. Die Branche entkoppelt den Schlüssel konsequent vom physischen Objekt und verlagert ihn ins Smartphone.

Einrichtung wird zum Kinderspiel

Hersteller reduzieren die Hürden für Neukunden. Der Einrichtungsprozess auf der CES wirkte nahtlos:
1. Fahrzeug-Erkennung: Die Hersteller-App (z.B. My BMW) erkennt das nahe Fahrzeug automatisch.
2. Wallet-Integration: Ein Tipp überträgt den digitalen Schlüssel in die Apple Wallet.
3. Express-Modus: Dieser Modus funktioniert auch bei entladenem iPhone-Akku – ein wichtiges Sicherheitsnetz.

Die Systeme arbeiten nach der Einrichtung ohne Mobilfunkverbindung und nutzen lokale NFC- und UWB-Protokolle.

Wird der Schlüsselbund zum Accessoire?

Die CES 2026 markiert eine Wende. Analysten sehen den „Phone-as-a-Key“-Ansatz auf dem Weg zur primären Zugangsmethode. Das reduziert für Hersteller die Logistik physischer Schlüssel. Der klassische Funk-Schlüssel könnte bald zum kostenpflichtigen Zubehör werden.

Eine Herausforderung bleibt die uneinheitliche Umsetzung. Während BMW auf UWB setzt, nutzen einfachere Modelle anderer Marken oft noch NFC, was ein Anhalten des Smartphones an der Tür erfordert. Der Branchenverband Car Connectivity Consortium arbeitet an universellen Standards.

Für 2026 wird erwartet, dass die Technologie von Premium-Elektroautos in die breite Masse, auch bei Verbrennern, einzieht. Die Zukunft des Autostarts liegt nicht im Schlüsselbund, sondern in der digitalen Brieftasche.

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