BMW Aktie: Trügerischer Sieg
23.02.2026 - 15:55:34 | boerse-global.deEin Urteil des US Supreme Court sollte eigentlich für Aufatmen bei den deutschen Autobauern sorgen. Doch die Freude über gekippte US-Strafzölle währte nur kurz. Statt Planungssicherheit droht nun ein neues Zoll-Wirrwarr, das die Aktie heute belastet und auch Analysten zur Vorsicht mahnt.
Juristischer Erfolg verpufft
Der Oberste Gerichtshof der USA erklärte die weitreichenden Importzölle der Trump-Administration für verfassungswidrig. Die Richter urteilten mit sechs zu drei Stimmen, dass die über den „International Emergency Economic Powers Act“ (IEEPA) verhängten Abgaben die Befugnisse des Präsidenten überschritten hätten. Was auf dem Papier wie ein Befreiungsschlag aussieht, entpuppt sich in der Praxis jedoch als Nullsummenspiel.
Die US-Regierung reagierte unmittelbar auf die juristische Niederlage. Sie kündigte neue, globale Basiszölle von 15 Prozent an, die auf einer anderen Rechtsgrundlage fußen und vorerst für 150 Tage gelten. Zudem bleiben laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) die Zölle nach „Section 232“, die mit der nationalen Sicherheit begründet werden, von dem Urteil völlig unberührt.
Komplexe Lage für München
Für BMW ist die Situation damit weiterhin angespannt. Zwar betreiben die Münchner in Spartanburg ihr größtes Werk weltweit, doch rund 40 Prozent der in den USA verkauften Fahrzeuge müssen importiert werden. Betroffen sind margenstarke Baureihen wie der 5er und 7er sowie die wichtigen Elektromodelle i4 und i7. Erschwerend kommt hinzu, dass auch Zulieferteile aus Kanada und Mexiko unter die neuen Regelungen fallen, was die Lieferketten unter Druck setzt.
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Goldman Sachs reagiert
Die anhaltende Unsicherheit hinterlässt Spuren am Kapitalmarkt. Die Aktie notiert heute deutlich schwächer und verliert 2,03 Prozent auf 88,64 Euro. Auch die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Einschätzung an die veränderte Lage angepasst. Analyst Christian Frenes senkte das Kursziel von 112 auf 105 Euro, hält aber am „Buy“-Rating fest.
Trotz der Kurszielsenkung sehen die Experten weiterhin Potenzial. Sie verweisen auf die laufenden Effizienzprogramme und den stabilen Absatz im Premiumsegment. Die juristische Klatsche für die US-Regierung bringt kurzfristig jedoch keine Erleichterung. Solange die neuen 150-Tage-Zölle greifen und die Section-232-Abgaben bestehen, bleibt das US-Geschäft für BMW ein politischer Hürdenlauf mit offenem Ausgang.
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