BMW, Aktie

BMW Aktie: Produktion der drei Modelle endet im Juli

19.06.2026 - 19:28:58 | boerse-global.de

BMW stellt in China die Produktion von drei Elektroautos ein, um Kapazitäten für die Neue Klasse zu schaffen. Die Aktie fällt nahe ihr Jahrestief.

BMW stoppt drei E-Modelle in China für die Neue Klasse
BMW - Ein elegantes, modernes BMW-Fahrzeug auf einer Produktionslinie mit Roboterarmen im Hintergrund. 19.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

BMW macht in China Platz für die Zukunft — und nimmt dafür einen radikalen Schnitt in Kauf. Bis Juli stellt das Gemeinschaftsunternehmen BMW Brilliance Automotive drei Elektromodelle ein. Die Aktie steht derweil nahe ihrem Jahrestief.

Drei Modelle laufen aus

Konkret betrifft es den iX1, den chinesischen i3 G28 und den i5 mit langem Radstand. Alle drei basieren auf BMWs älterer Gen5-Elektrotechnik — den CLAR- und FAAR-Plattformen. Ihre Produktion im Werk Shenyang endet spätestens im Juli.

Die frei werdenden Kapazitäten reserviert BMW für die „Neue Klasse". Als erste Modelle dieser Generation sind der iX3 L und der i3 L mit langem Radstand für Shenyang bestätigt. Das Werk wird dafür umfassend modernisiert: neue Produktionssysteme, neue digitale Infrastruktur.

Das Ziel: Mit besserer Software, höherer Reichweite und schnelleren Ladezeiten gegen lokale Anbieter bestehen — in einem Markt, der für BMW zunehmend schwieriger wird.

Prognose bereits gesenkt

BMW hat seine Jahresziele für 2026 bereits zurückgeschraubt. Die EBIT-Marge im Automobilsegment soll nun zwischen 1 und 3 Prozent liegen — zuvor hatte BMW 4 bis 6 Prozent angepeilt. Als Gründe nannte der Konzern den harten Wettbewerb in China und gestiegene Energiekosten durch den Nahost-Konflikt. Die Auslieferungen werden leicht unter Vorjahresniveau erwartet.

An der Börse spiegelt sich das wider. Die Aktie notiert bei 60,76 Euro und liegt damit rund 37 Prozent unter dem Jahresanfangskurs. Erst gestern markierte das Papier bei 58,80 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.

Was die Neue Klasse leisten muss

Die „Neue Klasse" ist keine normale Modellpflege. BMW entwickelt dafür eine neue, rein elektrische Fahrzeugarchitektur — ein vollständiger Technologiewechsel. In China, wo Hersteller wie BYD und Huawei-Partner Seres das Tempo vorgeben, ist das kein Luxus, sondern Notwendigkeit.

Ob die Neuausrichtung früh genug kommt, hängt vom Hochlauf in Shenyang ab. Läuft die Produktion planmäßig an, könnte BMW ab 2027 mit einer wettbewerbsfähigen Plattform in den chinesischen Markt zurückkehren.

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