BMW, Aktie

BMW Aktie: 50.000 iX3-Vorbestellungen in Europa

10.05.2026 - 10:32:41 | boerse-global.de

BMW überzeugt mit starkem Free Cashflow und EBIT-Marge, leidet aber unter sinkenden Verkaufszahlen in China und verfehlt Umsatzerwartungen.

BMW Aktie: 50.000 iX3-Vorbestellungen in Europa - Foto: über boerse-global.de
BMW Aktie: 50.000 iX3-Vorbestellungen in Europa - Foto: über boerse-global.de

Hohe Profitabilität im Kerngeschäft trifft auf schrumpfende Verkaufszahlen. Bei BMW zeigt das erste Quartal 2026 Risse im globalen Absatzgefüge, während die Kasse in München überraschend stark klingelt. Der Autobauer navigiert aktuell zwischen einem schwachen China-Geschäft und einem Elektro-Boom in Europa.

Profitabel trotz Gegenwind

Im Automobilsegment lieferte der Konzern operativ ab. Die wichtige EBIT-Marge erreichte fünf Prozent und übertraf damit die Analystenprognosen. Ein Ausrufezeichen setzte BMW beim Free Cashflow der Kernsparte. Dieser sprang um gut 88 Prozent auf 777 Millionen Euro nach oben.

Auf der Umsatzseite blieben die Münchner indes hinter den Erwartungen zurück. Mit Erlösen von 31 Milliarden Euro verfehlte das Unternehmen die Marktschätzungen um knapp zwei Milliarden. Auch der Gewinn je Aktie fiel mit 2,68 Euro minimal schwächer aus als prognostiziert.

Europa stützt, China bremst

Weltweit rollten in den ersten drei Monaten knapp 566.000 Fahrzeuge zu den Kunden. Das entspricht einem Rückgang von 3,5 Prozent. Hauptgrund für den Dämpfer ist der chinesische Markt, der spürbar schrumpft. Parallel dazu drohen in den USA künftige Importzölle von 25 Prozent auf europäische Autos.

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Einen Lichtblick liefert das Heimatgeschäft. In Europa ziehen die Bestellungen für batterieelektrische Modelle massiv an. Besonders der neue BMW iX3 sammelt Vorbestellungen in hohem Tempo. Seit März orderten europäische Kunden mehr als 50.000 Einheiten des ersten Serienfahrzeugs der "Neuen Klasse".

Aktie sucht den Boden

An der Börse spiegelt sich das gemischte operative Bild wider. Die BMW-Aktie ging am Freitag bei 81,78 Euro aus dem Handel. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf knapp 15 Prozent. Immerhin konnte der Kurs zuletzt die 50-Tage-Linie bei rund 81 Euro verteidigen.

Die Expertenurteile fallen aktuell weit auseinander. Während das durchschnittliche Kursziel bei 93,25 Euro liegt, reicht die Spanne der Einzelbewertungen von Stagnation bis hin zu deutlichem Aufwärtspotenzial:

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  • Barclays: 82,50 Euro
  • Berenberg: 86,00 Euro
  • UBS: 88,00 Euro
  • Deutsche Bank: 100,00 Euro
  • Bernstein Research: 108,00 Euro

Im Mai steht für Aktionäre nun der nächste Termin im Kalender. Zur Hauptversammlungssaison ist für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 4,40 Euro je Anteilsschein vorgesehen.

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