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BMW: 634.883 Aktien zwischen 20. und 24. Juli

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 06:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BMW kauft trotz schwacher Aktienkurse weiter eigene Anteile zurück. Der Konzern hält an seinem Programm fest, während die Branche unter Druck steht.

BMW Aktie: Rückkaufprogramm trotz Kursrutsch fortgesetzt
Abstrakte Darstellung einer modernen Automobilfertigung in einer hochtechnisierten Fabrik mit Fokus auf Industriedesign. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

BMW hält sein Aktienrückkaufprogramm 2025/2027 unbeirrt aufrecht – mitten in einer Phase, in der die Aktie nur wenig über ihrem Jahrestief notiert. Der Automobilkonzern gab in einer Zwischenmeldung bekannt, zwischen dem 20. und 24. Juli insgesamt 634.883 Stammaktien über Xetra zurückgekauft zu haben.

Rückkauf trotz schwacher Kurse

Die täglichen Volumina zeigen ein Bild kontinuierlicher Käufe bei fallenden Durchschnittskursen: Am 20. Juli erwarb BMW 120.000 Aktien zu 58,4310 Euro, tags darauf 150.000 Stück zu 57,7373 Euro. Am 22. Juli folgten 110.000 Aktien zu 57,7287 Euro, am 23. Juli 119.883 Stück zu 57,3224 Euro. Den Abschluss bildete der 24. Juli mit 135.000 Aktien zu 56,7621 Euro – dem bislang niedrigsten Kurs innerhalb der Rückkaufwoche. Dass der Konzern gerade in dieser Phase sinkender Notierungen weiter kauft, unterstreicht das Festhalten am Programm, unabhängig von der Tagesverfassung des Kurses.

Bemerkenswert ist der Zeitpunkt: Die Rückkäufe fielen exakt in die Woche, in der die BMW-Aktie am 24. Juli mit 56,40 Euro ihr 52-Wochen-Tief markierte. Am Montag schloss das Papier bei 57,68 Euro und legte damit 1,30 Prozent zu – der Abstand zum Jahrestief beträgt aktuell lediglich 2,27 Prozent. Der Relative-Stärke-Index von 36,3 signalisiert weiterhin eine überverkaufte Marktlage, auch wenn sich noch keine eindeutige Trendwende abzeichnet.

Aktie unter Druck, Rückkauf als Stabilisierungssignal

Die Kursschwäche bei BMW reiht sich in eine breitere Belastung der deutschen Autobauer ein. Analysten erwarten für die Branche insgesamt ein durchwachsenes zweites Quartal: Bei Mercedes-Benz, das am heutigen Dienstag seine Zahlen vorlegt, rechnen Beobachter mit einem Umsatzrückgang von rund drei Prozent und einer auf 3,8 Prozent gesunkenen operativen Marge im Pkw-Geschäft. Auch Volkswagen und dessen Tochter Audi mussten zuletzt ihre Jahresprognosen kappen, während Porsche parallel einen weiteren Stellenabbau von 5.000 Jobs ankündigte. In diesem Umfeld wirkt der beharrliche BMW-Rückkauf wie ein Signal, dass der Konzern trotz gedrückter Bewertung an seiner Kapitalrückführung festhält.

Zusätzlichen Gegenwind liefert die Zulieferseite: Der Speicherchip-Hersteller-Markt treibt die Preise für DRAM-Bausteine spürbar nach oben, nachdem die Nachfrage aus dem Rechenzentrumsgeschäft explodiert ist. Chiphersteller wie Qualcomm kündigten für September zweistellige Preiserhöhungen an – betroffen sind neben Smartphones auch Fahrzeugelektronik-Komponenten, ausdrücklich auch bei BMW. Für die Kostenstruktur der Automobilindustrie ist das ein weiterer Belastungsfaktor, dessen Ausmaß sich erst in den kommenden Quartalen zeigen dürfte.

Blick auf den Halbjahresbericht

Anleger richten den Blick nun auf den 30. Juli, wenn BMW seine Halbjahreszahlen vorlegt. Der Termin fällt in eine Woche, in der auch UBS, Deutsche Bank, Meta, Amazon und Apple ihre Quartalsergebnisse veröffentlichen – ein dicht getakteter Berichtszeitraum, der die Aufmerksamkeit der Investoren zusätzlich bindet. Für BMW dürfte entscheidend sein, ob sich die China-Schwäche, die zuletzt auch Konkurrenten wie Audi mit einem eingebrochenen China-Ergebnis zu spüren bekamen, im Zahlenwerk niederschlägt.

Mit einem Abstand von rund 41 Prozent zum 52-Wochen-Hoch aus dem Dezember bleibt die Bewertungslücke zum Jahresbeginn erheblich. Ob der fortgesetzte Rückkauf allein reicht, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, dürfte sich erst nach den anstehenden Geschäftszahlen zeigen.

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