BMW, Millionen

BMW: 54,7 Millionen Vorzugsaktien werden Stammaktien

29.04.2026 - 12:29:05 | boerse-global.de

BMW plant die Abschaffung der Vorzugsaktien und einen neuen Vorstandsvorsitz. Die Hauptversammlung im Mai bringt weitreichende Beschlüsse.

BMW: 54,7 Millionen Vorzugsaktien werden Stammaktien - Foto: über boerse-global.de
BMW: 54,7 Millionen Vorzugsaktien werden Stammaktien - Foto: über boerse-global.de

Am 13. Mai 2026 hält BMW eine Hauptversammlung ab, die gleich drei strukturelle Weichenstellungen bündelt: neuer Vorstandschef, einheitliche Aktienklasse und erste Quartalszahlen aus einem schwierigen Jahr.

Vorzugsaktien sollen verschwinden

Der weitreichendste Punkt betrifft die Kapitalstruktur. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, alle rund 54,7 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien im Verhältnis 1:1 in Stammaktien umzuwandeln. Ohne Zuzahlung, ohne Aufschlag.

Die Vorzugsaktien machen derzeit rund 8,9 Prozent des Grundkapitals aus. Sie erhalten bislang eine um 0,02 Euro höhere Dividende als Stammaktien — dafür fehlt das Stimmrecht. Nach der Umwandlung gibt es nur noch eine Aktiengattung. Das Ziel: mehr Transparenz und bessere Handelbarkeit.

Für den Beschluss braucht BMW zwei separate Abstimmungen. Die reguläre Hauptversammlung stimmt zuerst ab. Direkt danach, frühestens ab 13:00 Uhr, folgt eine Sonderversammlung der Vorzugsaktionäre. Erst wenn beide zustimmen, ist die Umwandlung wirksam.

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Der Dividendenvorzug gilt letztmalig für das Geschäftsjahr 2025. Ab 2026 verteilt BMW den Gewinn gleichmäßig auf alle Stammaktien.

Dividende und Führungswechsel

Für 2025 schlägt die Verwaltung 4,42 Euro je Vorzugsaktie und 4,40 Euro je Stammaktie vor. Die Auszahlung erfolgt ab dem dritten Bankarbeitstag nach der Hauptversammlung.

Parallel endet mit der Versammlung die Ära von Oliver Zipse. Nach 35 Jahren im Unternehmen übergibt er den Vorstandsvorsitz an Milan Nedeljkovi?, bisher Produktionsvorstand. Der Aufsichtsrat hat Nedeljkovi? einen Vertrag bis 2031 gegeben.

Absatzzahlen zeigen ein gespaltenes Bild

Die Quartalsmitteilung zum 31. März 2026 steht ab dem 6. Mai zum Download bereit. Die bereits bekannten Absatzdaten liefern einen ersten Vorgeschmack.

Weltweit lieferte die BMW Group im ersten Quartal 565.748 Fahrzeuge aus — ein Rückgang von 3,5 Prozent. In den USA fielen die Verkäufe von BMW und MINI um 4,3 Prozent auf rund 90.500 Einheiten.

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Deutschland läuft gegen den Trend. Mit 58.547 Einheiten und einem Plus von 8,1 Prozent sicherte sich BMW die Premium-Marktführerschaft im Heimatmarkt. Im März allein stieg der Absatz um 16,5 Prozent.

Aktionäre, die an den Abstimmungen teilnehmen möchten, müssen sich bis zum 6. Mai 2026, 24:00 Uhr, in Textform angemeldet haben. Beide Versammlungen finden virtuell statt.

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