Blutwurz, Pflanze

Blutwurz: Pflanze aus dem Moor bekämpft Superkeime

03.04.2026 - 00:39:28 | boerse-global.de

Forschungsergebnisse zeigen, dass Extrakte der Blutwurz multiresistente Bakterien hemmen und die Wirksamkeit von Reserve-Antibiotika wie Colistin wiederherstellen können.

Blutwurz: Pflanze aus dem Moor bekämpft Superkeime - Foto: über boerse-global.de

Eine heimische Heilpflanze könnte zum entscheidenden Waffe gegen tödliche Krankenhauskeime werden. Neue Forschungsergebnisse zeigen: Extrakte aus Tormentil, besser bekannt als Blutwurz, hemmen nicht nur gefährliche Bakterien – sie machen auch Reserve-Antibiotika wieder wirksam.

Durchbruch gegen multiresistente Erreger

Die Welt steckt in der Krise: Immer mehr Bakterien entwickeln Resistenzen gegen Antibiotika. Jetzt gibt es Hoffnung aus unerwarteter Richtung. Ein internationales Forschungsteam hat über 70 Moorpflanzen untersucht – mit spektakulärem Ergebnis. Tormentil erwies sich als wirksamster Kandidat gegen Acinetobacter baumannii. Dieser Krankenhauskeim steht auf der WHO-Liste der bedrohlichsten Erreger, weil er fast alle Antibiotika überlebt.

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Laborversuche an der Universität Southampton belegen: Bestimmte Wirkstoffe in der Blutwurz-Wurzel unterdrücken die Vermehrung dieser Bakterien deutlich. Das Besondere: Die Pflanze umgeht offenbar die Resistenzmechanismen, die herkömmliche Medikamente wirkungslos machen. Ein neuer Ansatz also für Infektionen, die bisher als unbehandelbar galten.

Verstärker für letzte Reserve-Antibiotika

Die eigentliche Sensation liegt in der Kombinationstherapie. Wenn Ärzte heute gegen multiresistente Keime kämpfen, bleibt oft nur Colistin – ein Antibiotikum mit schweren Nebenwirkungen. Doch selbst diese Notfall-Medikamente verlieren zunehmend ihre Wirkung.

Die neuen Daten zeigen: Wird Colistin mit Blutwurz-Extrakt kombiniert, kehrt seine Wirksamkeit zurück – und hält länger an. Die Pflanze schwächt die Bakterienabwehr. So reichen niedrigere Antibiotika-Dosen für den gleichen Effekt. Für Patienten bedeutet das: weniger Nebenwirkungen. Für die Pharmaindustrie eröffnet sich ein neues Feld: pflanzliche Wirkverstärker für synthetische Medikamente.

So verhungern die Bakterien

Das Geheimnis der Blutwurz liegt in ihrem extrem hohen Gerbstoff-Gehalt. Bis zu 22 Prozent der Wurzel bestehen aus Tanninen. Zwei spezielle Polyphenole – Agrimoniin und Ellagsäure – entpuppten sich als Hauptwirkstoffe. Ihr Angriffsmuster ist ungewöhnlich: Statt Bakterien direkt zu töten, entziehen sie ihnen lebenswichtiges Eisen.

„Die Polyphenole wirken als Eisen-Chelatoren“, erklärt die Studie. Sie berauben die Keime ihrer Nahrungsgrundlage. Als Forscher im Labor wieder Eisen zufügten, begannen die Bakterien sofort wieder zu wachsen. Ein klarer Beweis für den Mechanismus. Zugleich stören die Gerbstoffe die schützenden Biofilme, mit denen sich Bakterien vor Medikamenten verbarrikadieren.

Vom Volksheilmittel zur Wissenschaft

Blutwurz war 2024 zur „Arzneipflanze des Jahres“ gekürt worden. Seither hat ihr Aufstieg vom Hausmittel zum wissenschaftlich validierten Wirkstoff Fahrt aufgenommen. In der traditionellen Medizin Europas und Chinas wird die Pflanze seit Jahrhunderten bei Entzündungen eingesetzt. Jetzt schließt die Forschung die Lücke zwischen Erfahrungswissen und Evidenz-basierter Medizin.

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Der Trend zur „grünen Pharmazie“ kommt zum richtigen Zeitpunkt. Die Entwicklung neuer Antibiotikaklassen stockt seit Jahren. Gleichzeitig breiten sich resistente Keime weiter aus. Dass Tormentil in europäischen Moorlandschaften heimisch ist, bietet einen weiteren Vorteil: sichere Lieferketten und regionale Produktion.

Superkeime: Die stille Pandemie

Die Entdeckung könnte nicht aktueller sein. Der jüngste Bericht des Robert Koch-Instituts zur Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART 2030) zeichnet ein düsteres Bild: Infektionen mit resistenten E. coli-Bakterien und MRSA bleiben auf gefährlich hohem Niveau. Weltweit sterben Millionen Menschen an den Folgen von Antibiotika-Resistenzen.

Die Blutwurz-Studie spiegelt einen größeren Trend wider. Forschungsförderung fließt zunehmend in unkonventionelle Ansätze. Die Gates Foundation und Wellcome stellten 2026 allein 60 Millionen Euro für solche Projekte bereit. Statt Bakterien einfach abzutöten, setzt die neue Strategie auf ökologisches Management – genau wie bei der Eisen-Entzugstherapie der Tormentil.

Der Weg in die Klinik

Bis Blutwurz-Präparate in Krankenhäusern ankommen, sind noch klinische Studien nötig. Erste Phase-I-Tests für standardisierte Extrakte könnten jedoch noch 2026 starten. Weil die Pflanze lange als sicher gilt, könnte der Zulassungsweg verkürzt werden.

Experten erwarten in den kommenden Jahren spezielle Phytobiotika-Protokolle. Denkbar sind Krankenhaus-Desinfektionsmittel auf Tannin-Basis oder Nahrungsergänzungsmittel, die parallel zu Antibiotika die Resistenzbildung verhindern. Die WHO arbeitet bereits an Richtlinien für solche Kombinationstherapien. Die Botschaft der Forschung ist klar: Die Lösung für eine der größten medizinischen Herausforderungen unserer Zeit wächst vielleicht schon seit Jahrhunderten in heimischen Mooren.

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