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Bloom Energy Aktie: Oracle baut 2,45-Gigawatt-Campus

28.05.2026 - 19:34:15 | boerse-global.de

Bloom Energy erhält Großauftrag von Oracle für KI-Rechenzentrum und meldet starkes Umsatzwachstum von 130 Prozent im ersten Quartal.

Bloom Energy Aktie: Oracle baut 2,45-Gigawatt-Campus - Foto: über boerse-global.de
Bloom Energy Aktie: Oracle baut 2,45-Gigawatt-Campus - Foto: über boerse-global.de

Bloom Energy bekommt Rückenwind aus genau dem Markt, der derzeit den größten Stromhunger erzeugt: KI-Rechenzentren. Oracle setzt bei seinem Projekt in New Mexico auf Brennstoffzellen des Unternehmens statt auf Gasturbinen und Dieselgeneratoren. Das ist mehr als ein Einzelauftrag. Es zeigt, wie stark dezentrale Stromversorgung zur strategischen Infrastruktur für Big Tech wird.

Oracle setzt auf Brennstoffzellen

Oracle hat bestätigt, dass der KI-Rechenzentrumscampus „Project Jupiter“ im Doña Ana County vollständig mit Bloom-Energy-Brennstoffzellen betrieben werden soll. Geplant ist eine Kapazität von bis zu 2,45 Gigawatt. Damit ersetzt Oracle ein früheres Konzept, das auf Gasturbinen und Dieselgeneratoren setzte.

Der Wechsel hat einen klaren Hintergrund. Der ursprünglich geplante Gasversorgungspfad stieß auf regulatorischen Widerstand, während Blooms Mikronetz-Lösung lokale Stromversorgung ohne lange Netzanschlusszeiten ermöglicht. Nach Unternehmensangaben sollen die Stickoxid-Emissionen gegenüber dem alten Turbinenplan um rund 92 Prozent sinken; der Wasserverbrauch fällt dabei nur minimal ins Gewicht.

Damit trifft Bloom einen Nerv der Branche. KI-Rechenzentren brauchen riesige Mengen verlässlicher Energie, während Netzanschlüsse in den USA oft zum Engpass werden. Wer Strom vor Ort liefern kann, gewinnt Verhandlungsmacht.

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Quartal liefert starken Rückenwind

Die Zahlen stützen die Wachstumsstory. Im ersten Quartal sprang der Umsatz um 130,4 Prozent auf 751,1 Millionen Dollar. Besonders stark lief das Produktgeschäft, das um 208,4 Prozent zulegte.

Der Ergebnisumschwung war ebenso deutlich. Bloom erzielte einen GAAP-Nettogewinn von 70,7 Millionen Dollar, nach einem Verlust im Vorjahr. Der operative Cashflow lag bei 73,6 Millionen Dollar.

Nach dem starken Jahresauftakt hob das Management die Umsatzprognose für das Gesamtjahr an. Die neue Spanne liegt bei 3,4 bis 3,8 Milliarden Dollar. Der Markt preist damit nicht nur Wachstum ein, sondern auch die Erwartung, dass Bloom die Projektpipeline schnell in echte Erlöse verwandelt.

Genau hier liegt der kritische Punkt. Die Aktie wird mit sehr hohen Multiples gehandelt, darunter etwa dem 80-Fachen des Buchwerts und dem 663-Fachen des EV/EBITDA. Das lässt wenig Raum für operative Enttäuschungen.

Hauptversammlung räumt Formalien ab

Auf der Hauptversammlung stimmten die Aktionäre mehreren Änderungen an der Gründungsurkunde zu. Dazu zählen neue Haftungsfreistellungen für leitende Angestellte nach Delaware-Recht sowie die Streichung veralteter Verweise auf Class-B-Aktien. Die Änderungen wurden am 26. Mai in Delaware wirksam.

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Vier Class-II-Direktoren wurden für neue Amtszeiten wiedergewählt. Außerdem bestätigten die Aktionäre Deloitte & Touche als unabhängigen Abschlussprüfer für 2026.

Auch Insidertransaktionen rückten in den Blick. Mehrere Führungskräfte, darunter der Chief Operations Officer und der Chief Commercial Officer, verkauften am 14. Mai Class-A-Aktien zu gewichteten Durchschnittspreisen um 288 Dollar. Die Verkäufe liefen über vorab festgelegte Rule-10b5-1-Pläne und dienten vor allem der Deckung von Steuerpflichten aus zugeteilten Aktienansprüchen.

Für Bloom zählt nun die Umsetzung. Der Oracle-Auftrag kann zum Referenzprojekt für KI-Stromversorgung werden, wenn das Unternehmen Kapazität schnell liefert und die Margen hält. Nach dem jüngsten Umsatzsprung ist die Messlatte hoch: Wachstum allein reicht nicht mehr, es muss in belastbaren Cashflow übergehen.

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