Bloom Energy Aktie: 20-Milliarden-Auftragsbestand
28.05.2026 - 09:14:54 | boerse-global.deDer US-Brennstoffzellen-Hersteller Bloom Energy hat einen Rekord-Auftragsbestand von 20 Milliarden Dollar angehäuft – angetrieben durch den KI-Boom. Doch die Aktie ist so teuer wie selten.
Während die Nachfrage nach Strom für Rechenzentren explodiert, wachsen die Zweifel an der Bewertung.
Governance-Änderungen
Hauptversammlung erledigt, Bürokratie abgeräumt. Die Aktionäre stimmten mehreren Satzungsänderungen zu, darunter eine Haftungsbegrenzung für Führungskräfte nach Delaware-Recht. Zudem wurden inaktive Klauseln zu Class-B-Aktien gestrichen.
Die Wiederwahl der Aufsichtsräte – darunter Ex-GE-Chef Jeffrey Immelt – wurde mit großer Mehrheit bestätigt. Auch die Vergütung des Vorstands ("Say-on-Pay") passierte, und Deloitte & Touche bleibt Wirtschaftsprüfer.
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KI-Hunger treibt Nachfrage
Bloom Energy meldet einen Auftragsbestand von 20 Milliarden Dollar – ein Plus von 250 Prozent zum Vorjahr. Treiber sind Großaufträge für Brennstoffzellen in KI-Rechenzentren, etwa das "Project Jupiter" in New Mexico.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn über 240 Prozent zugelegt. Ein Höhenflug, der an den Fundamentaldaten zu kratzen beginnt.
Bewertung unter der Lupe
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 147, das EV/EBITDA bei 767. Analysten sehen den fairen Wert eher bei 111 Dollar – die Aktie notiert aktuell bei 294 Dollar. Das entspricht einem Aufschlag von über 170 Prozent.
Die Folge: Mehrere Analysten haben ihre Ratings auf "Verkaufen" oder "Equal Weight" gesenkt. Hohe Bewertung bei zugleich hohem Risiko – der Beta-Wert liegt bei 3,8.
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Hinzu kommen logistische Hürden. Große Stromprojekte stoßen auf lokalen Widerstand und Verzögerungen bei Genehmigungen. GE Vernova warnte zuletzt, dass Kunden ihre Projekte immer schwerer vom Reißbrett in die Umsetzung bekommen.
Ausblick
Für 2026 plant Bloom Energy einen Umsatz zwischen 3,4 und 3,8 Milliarden Dollar. Im ersten Quartal gelang erstmals ein positiver operativer Cashflow sowie ein Nettogewinn von 70 Millionen Dollar.
Die 2,8-Gigawatt-Pipeline an KI-Infrastrukturprojekten sitzt bereit. Ob die Aktienbewertung hält, hängt davon ab, wie viele dieser Projekte tatsächlich ans Netz gehen – und wie schnell.
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