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BlackRock Greater Europe Aktie: KI-Rally treibt Performance

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 13:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BlackRock Greater Europe Trust übertrifft im Juni dank KI-Investitionen seinen Index, verzeichnet aber im Juli deutliche Kursverluste.

BlackRock Europe Trust: KI-Rally treibt Performance im Juni
Abstrakte Darstellung der europäischen Technologie und des Marktes, mit dynamischen Lichtspuren über einer Stadtlandschaft bei Sonnenaufgang. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Im Juni hat sich der Trust deutlich von seinem Vergleichsindex abgesetzt – angetrieben von europäischen Halbleiterwerten und einer Erleichterungsrally, nachdem die Sorgen um den Iran-Konflikt nachließen. Die folgenden Wochen zeigen allerdings, wie schnell sich solche Gewinne wieder auflösen können.

Halbleiter und Zykliker treiben den Juni

Der Nettoinventarwert legte im Juni um 6,5 Prozent zu, der Aktienkurs um 4,8 Prozent. Der Vergleichsindex FTSE World Europe ex UK schaffte im gleichen Zeitraum nur 2,8 Prozent. Der Ölpreis fiel von über 100 Dollar auf rund 70 Dollar zurück, nachdem eine – nach Einschätzung des Managements fragile – Einigung zwischen den USA und dem Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder ermöglichte.

Von dieser Risikofreude profitierten vor allem Titel mit Bezug zu Investitionen in Künstliche Intelligenz. ASML, ASM International und Belimo lieferten weitere Kursgewinne, nachdem Anleger erneut auf Nutznießer steigender KI-Investitionen setzten. Das Management nahm hier im Verlauf des Monats Teilgewinne mit – aus Sorge vor Kursschwankungen durch einzelne Schlagzeilen nach dem starken Lauf der letzten Monate. Positionen in Safran und MTU profitierten von der Erholung im zivilen Luftfahrtgeschäft, während europäische Banken wie Erste Group und BPER zu den größten positiven Einzelbeiträgen zählten.

Rüstungswerte bremsen den Fortschritt

Nicht alle Sektoren zogen mit. Der Verteidigungssektor geriet unter Druck, Kongsberg belastete die relative Wertentwicklung spürbar. Auslöser war unter anderem die Absage eines deutschen Marineprojekts durch Rheinmetall – ein Konzern, dessen Vorstand zuvor noch Zuversicht zu genau diesem Vorhaben signalisiert hatte. Der Vorfall nährte am Markt Zweifel an der viel beschworenen mehrjährigen Planungssicherheit der Rüstungsbranche.

Auch defensive Substanzwerte wie der Aufzugshersteller Kone blieben in der risikofreudigen Marktphase zurück.

Gewinne bröckeln im Juli

Der jüngste Nettoinventarwert zeigt, wie flüchtig der Schwung war: Zum 17. Juli lag er bei 629,76 Pence einschließlich laufender Erträge – deutlich unter den 668,37 Pence zum Monatsende Juni. Die Portfoliostruktur blieb zuletzt zyklisch geprägt, mit Schwerpunkten in Industriewerten, Finanzwerten und Technologie, während die Niederlande, die Schweiz und Frankreich die Länderverteilung anführen. ASML bleibt mit 10,5 Prozent des Fondsvermögens die größte Einzelposition, gefolgt von Safran und ASM International.

Parallel zur Kursbewegung schrumpft die Aktienzahl weiter: Zum 20. Juli waren 90.398.001 Anteile im Umlauf, nach 90.630.554 zum Monatsende Juni. Das Management sieht die aktuelle Marktphase als Chance, die Lücke zwischen Stimmung und Fundamentaldaten in mehreren Endmärkten zu schließen, und will das Portfolio gezielt in Richtung dieser Aufholpotenziale weiterentwickeln.

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