Bitkom-Studie: Deutsche erhalten täglich 53 Geschäfts-E-Mails
13.01.2026 - 18:02:12Eine neue Bitkom-Studie zeigt einen Rekordwert: Berufstätige in Deutschland bekommen durchschnittlich 53 geschäftliche E-Mails pro Tag. Für 14 Prozent der Befragten sind es sogar mehr als 100 Nachrichten täglich. Die digitale Flut stellt Produktivität und Wohlbefinden auf eine harte Probe.
E-Mail-Flut erreicht neuen Höchststand
Die aktuellen Zahlen markieren einen dramatischen Anstieg. Vor zwei Jahren lag der Durchschnitt noch bei 40 Nachrichten, 2021 waren es lediglich 26. Die repräsentative Befragung unter über 500 Berufstätigen offenbart: Die E-Mail bleibt trotz Messenger und Kollaborationstools das dominante Medium.
Die Verteilung der Last ist ungleich:
* 14 Prozent erhalten über 100 E-Mails täglich.
* 22 Prozent müssen 50 bis 100 Nachrichten bewältigen.
* Fast die Hälfte (46 Prozent) kommt auf 10 bis 50 E-Mails.
* Nur ein Prozent hat weniger als zehn.
Kulturwandel statt neuer Tools
Experten sind sich einig: Gegen den digitalen Tsunami helfen keine rein technischen Lösungen mehr. Der Schlüssel liegt in einer neuen Kommunikationskultur. Viele Unternehmen haben keine klaren Regeln, wann eine E-Mail sinnvoll ist – und wann ein Anruf oder Chat schneller wäre.
Passend zum Thema E‑Mail‑Überlastung: Wenn Ihr Postfach zur Produktivitätsbremse wird, hilft oft die richtige Einrichtung von Outlook. Unser kostenloser Outlook‑Spezialkurs zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Konten korrekt einrichten, Regeln und Priorisierungen setzen, automatische Antworten nutzen und mit intelligenten Ordnern täglich Zeit gewinnen. Dazu gibt es einen kompakten E‑Mail‑Ratgeber mit Zeitspar‑Tricks für Mails, Kalender und die Synchronisation mit Smartphone und Tablet. Jetzt kostenlosen Outlook‑Spezialkurs anfordern
Was also tun? Erfolgreiche Strategien setzen in der Organisation an:
* Klare Verantwortlichkeiten für Sammelpostfächer festlegen.
* Die exzessive “Allen antworten”-Funktion eindämmen.
* Feste Bearbeitungszeiten für E-Mails einführen, um den Arbeitsfluss zu schützen.
Ein solcher Wandel muss von der Führungsebene vorgelebt werden. Nur so wird aus der Belastung wieder ein Werkzeug.
KI als smarter Helfer im Posteingang
Während die Kultur den Rahmen setzt, bietet die Technologie konkrete Entlastung. KI-gestützte E-Mail-Assistenten werden zum unverzichtbaren Filter im Datenstrom. Diese Systeme priorisieren Nachrichten, fassen Konversationen zusammen und schlagen Antworten vor.
Sie lernen aus dem Nutzerverhalten und passen sich individuell an. Für Unternehmen bedeutet das: Mitarbeiter verbringen weniger Zeit mit Sortieren und können sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Eine klare Effizienzsteigerung.
Die E-Mail bleibt – aber wird intelligenter
Die Studie bestätigt einen globalen Trend. Die E-Mail bleibt das Rückgrat der Geschäftskommunikation, weil sie verlässlich und etabliert ist. Doch genau diese Omnipräsenz erzeugt Stress. Die Erwartung ständiger Erreichbarkeit und schneller Antworten kann zu Überlastung und Burnout führen.
Die Zukunft gehört dem intelligenten Posteingang. KI und Automatisierung werden die Interaktion grundlegend verändern. Analysten prognostizieren Systeme, die eigenständig handlungsrelevante Informationen erkennen. Gleichzeitig wachsen E-Mail, Chat und Video in integrierten Plattformen zusammen.
Unternehmen, die diese Entwicklung proaktiv gestalten und mit einer Kultur der digitalen Achtsamkeit verbinden, steigern nicht nur die Produktivität. Sie positionieren sich auch als attraktive Arbeitgeber. Die E-Mail der Zukunft wird kontextbezogener sein – und hoffentlich weniger erdrückend.


