Bitcoin, Zeitenwende

Bitcoin: Zeitenwende oder Hysterie?

14.04.2026 - 08:45:20 | boerse-global.de

Der Autor von 'Rich Dad Poor Dad' sieht im Bitcoin einen Schutz vor Währungsverfall und prognostiziert ein extremes Kursziel, während die Marktstimmung aktuell skeptisch ist.

Bitcoin: Zeitenwende oder Hysterie? - Foto: über boerse-global.de

Robert Kiyosaki, bekannt als Autor des Finanzklassikers „Rich Dad Poor Dad", hat sich zuletzt mit einer ungewöhnlich düsteren Prognose zu Wort gemeldet. Seine These: Das globale Finanzsystem steuert auf eine historische Zäsur zu — und Bitcoin ist seiner Meinung nach einer der wenigen verlässlichen Anker in diesem Sturm.

Das Petrodollar-Argument

Kiyosaki datiert die Wurzeln der heutigen Krise auf 1974. Damals verankerte sich der US-Dollar als Petrodollar im globalen System, während gleichzeitig die amerikanische Altersvorsorge tiefgreifend reformiert wurde. Klassische Betriebsrenten mit garantiertem Einkommen wichen zunehmend kapitalmarktabhängigen Modellen. Das strukturelle Ergebnis: Millionen Sparer tragen seither das Marktrisiko selbst — ohne es vollständig zu überblicken.

Diese Entwicklung, so Kiyosaki, hat das System über Jahrzehnte fragiler gemacht. Staatliche Schuldenberge und eine expansive Geldpolitik hätten die Instabilität weiter verschärft. Wer jetzt nicht in Vermögenswerte mit begrenztem Angebot umschichte, riskiere den realen Wertverlust seines Ersparten.

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Kursziel 750.000 Dollar — und die Gegenstimmen des Marktes

Konkret prophezeite Kiyosaki bereits im März, dass Bitcoin nach einem möglichen großen Marktcrash innerhalb eines Jahres auf 750.000 Dollar steigen könnte. Das klingt spektakulär — und steht in einem bemerkenswerten Widerspruch zur aktuellen Stimmungslage.

Daten der Analyseplattform Santiment zeigen, dass das Verhältnis bullischer zu bärischer Kommentare in sozialen Netzwerken zuletzt auf 0,81 gefallen ist. Unter Marktbeobachtern gilt ein solch niedriger Wert klassisch als Kontra-Signal: Wenn die Skepsis extrem wird, folgt historisch oft eine Erholung. Ob das diesmal greift, ist offen — aber das Muster ist bekannt genug, um es nicht zu ignorieren.

Kiyosaki selbst empfiehlt neben Bitcoin auch Gold und Silber als Absicherung gegen Inflation und Währungsverfall. Alle drei bezeichnet er als „echtes Geld" — im Gegensatz zu Fiat-Währungen, die Zentralbanken beliebig ausweiten können.

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