Bitcoin: Strategy verkauft erstmals seit 2022
08.06.2026 - 10:52:39 | boerse-global.de
Michael Saylor hat am Sonntag erneut das bekannte Bitcoin-Kaufchart von Strategy gepostet. Marktbeobachter werten diesen Schritt traditionell als möglichen Vorboten einer neuen Akquisition. Offiziell bestätigt ist bislang nichts.
Der erste Verkauf seit Jahren
Der Kontext macht den Post bedeutsam. Strategy hatte am 1. Juni gemeldet, zwischen dem 26. und 31. Mai insgesamt 32 BTC verkauft zu haben. Der Erlös belief sich auf 2,5 Millionen Dollar, zu einem Durchschnittspreis von 77.135 Dollar je Bitcoin. Die Mittel flossen in Ausschüttungen auf Vorzugsaktien.
Das reduzierte den Bestand auf 843.706 BTC — bei einem durchschnittlichen Einstandspreis von 75.699 Dollar und einem Gesamtinvestment von rund 63,9 Milliarden Dollar. Numerisch war der Verkauf marginal. Symbolisch war er erheblich: Es war der erste Bitcoin-Abgang seit 2022.
Bilanzbewegungen im Hintergrund
Strategy hatte bereits am 26. Mai einen umfassenderen Bilanzupdate veröffentlicht. Das Unternehmen kaufte damals Wandelanleihen mit einem Nennwert von 1,5 Milliarden Dollar zurück — für rund 1,38 Milliarden Dollar in bar. Die ausstehenden Wandelanleihen sanken dadurch von 8,2 auf 6,7 Milliarden Dollar.
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Zum selben Stichtag hielt Strategy 843.738 BTC und eine Dollarreserve von 871 Millionen Dollar. Das Unternehmen nutzt nach eigenen Angaben Barmittel, Aktienverkäufe und Bitcoin-Transaktionen gemeinsam als Instrumente der Bilanzsteuerung.
Kurs weit unter Einstandspreis
Bitcoin notiert aktuell bei rund 63.100 Dollar — und damit deutlich unter dem Durchschnittspreis, zu dem Strategy seine Bestände aufgebaut hat. Der RSI liegt bei 25,7, was technisch als überverkauft gilt. Seit Jahresbeginn hat der Kurs knapp 29 Prozent verloren, das 52-Wochen-Hoch von 126.080 Dollar liegt mehr als 49 Prozent entfernt.
Für Strategy bedeutet das: Jede neue Kaufmeldung würde die These stützen, dass der Mai-Verkauf ein einmaliger Liquiditätsschritt war. Bleibt eine Bestätigung aus, rücken die Vorzugsaktien-Verpflichtungen und die Reservehöhe stärker in den Fokus.
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Netzwerk läuft stabil
Auf der technischen Seite gibt es keine Stresssignale. Die Median-Gebühr im Bitcoin-Netzwerk liegt bei 2,0 Satoshi pro Byte — ein niedriger Wert, der auf geringe Auslastung hindeutet. Die aktuelle Marktdiskussion dreht sich nicht um Netzwerkkapazität, sondern um Bilanzentscheidungen eines der größten öffentlichen BTC-Halter weltweit.
Saylors Post hat die Spekulation neu entfacht. Verbindliche Klarheit bringt erst das nächste offizielle Filing oder eine Pressemitteilung von Strategy.
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