Bitcoin, Trump-Zöllen

Bitcoin bricht nach Trump-Zöllen ein

23.02.2026 - 09:01:12 | boerse-global.de

Die protektionistische Handelspolitik der USA untergräbt ihre eigene Digitalgeld-Strategie und setzt die staatliche Bitcoin-Reserve unter massiven Druck.

Bitcoin stürzt unter 65.000 Dollar – die protektionistische Handelspolitik der US-Regierung torpediert ihre eigene Digitalgeld-Strategie. Der massive Kursrutsch am Montag löschte vorherige Gewinne aus und stellt das milliardenschwere US-Bitcoin-Reserve in Frage.

Zoll-Schock löste weltweiten Ausverkauf aus

Auslöser der Talfahrt war die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, pauschal 15 Prozent Zoll auf Importe zu erheben. In Asien fiel Bitcoin um über fünf Prozent auf rund 64.300 Dollar – ein herber Rückschlag nach dem Allzeithoch von über 126.000 Dollar im Oktober 2025.

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Die Panik griff auf den gesamten Kryptomarkt über. Ethereum verlor 5,2 Prozent und fiel unter 1.900 Dollar. Alternative Coins wie Solana und XRP brachen um sechs bis neun Prozent ein. Anleger flüchteten in sichere Häfen: Gold legte über zwei Prozent zu. Die Handelskonflikte ersticken damit den Optimismus, den die bisher kryptofreundliche Politik der Regierung erzeugt hatte.

Strategische Bitcoin-Reserve unter Druck

Die Volatilität trifft die erst 2025 per Dekret geschaffene US-Strategie-Reserve hart. Der Wert der zwischen 200.000 und 328.000 staatlich beschlagnahmten Bitcoins schmilzt dahin. Das ist mehr als ein Imageproblem.

Denn die Anordnung vom März 2025 verpflichtet den Staat, die Bestände als „digitales Fort Knox“ zu halten – ohne Verkäufe. Neuerwerbungen müssen zudem „kostenneutral“ für Steuerzahler sein. Genau das wird nun unmöglich: Bei instabilen Märkten und durch Zölle ausgelöster makroökonomischer Unsicherheit sind budgetneutrale Zukäufe kaum durchführbar. Die geplante Erweiterung des Staatsportfolios droht zu scheitern.

Branche drängt auf gesetzliche Absicherung

Die Krypto-Industrie reagiert mit einer Offensive in Washington. Lobbyisten fordern das BITCOIN-Gesetz, das die Reserve per Bundesgesetz verankern soll. Das Dekret von 2025 sei ein Meilenstein, bleibe aber angreifbar – Behörden streiten noch über die Umsetzung.

Ein förmliches Gesetz würde Rechtssicherheit schaffen und die Reserve vor wechselnden politischen Prioritäten schützen. Die Befürworter argumentieren: Nur so behalten die USA in digitalen Finanzen die Führung – unabhängig von Handelskonflikten.

Widerspruch: Handelspolitik gegen Digital-Ambitionen

Die Ereignisse zeigen einen fundamentalen Widerspruch in Trumps Wirtschaftspolitik. Einerseits will das Weiße Haus mit Arbeitsgruppen und der Bitcoin-Reserve zum globalen Krypto-Zentrum werden. Andererseits lösen die pauschalen 15-Prozent-Zölle Inflation aus und stören Lieferketten.

Analysten beobachten: Digitale Werte wie Bitcoin korrelieren immer stärker mit Tech-Aktien und makroökonomischen Indikatoren. Protektionismus nährt Inflationsängste und bremst das Wachstum – das trifft spekulative Assets besonders hart. Die Handelspolitik untergräbt so die eigenen Digitalgeld-Ziele. Für institutionelle Anleger entsteht ein unberechenbares Umfeld.

Ausblick: Volatilität bis zur Klärung

Die Zukunft von Kryptomarkt und Staatsreserve hängt an der Lösung der Handelsstreitigkeiten. Die Märkte beobachten ängstlich, wie die US-Notenbank auf die Inflationsrisiken der Zölle reagiert. Eine restriktivere Geldpolitiekönnte die Kurse weiter drücken.

Gelingt 2026 die gesetzliche Verankerung der Reserve, könnte das psychologisch eine Untergrenze bilden – ein Signal langfristigen Engagements trotz Kursschwankungen. Setzt die Regierung jedoch Handelskonflikte über Finanzmarktstabilität, droht eine längere Konsolidierungsphase. Experten erwarten weiter hohe Volatilität, bis eine kohärente Strategie aus Handelspolitik und Digitalinnovation formuliert ist. Ein Härtetest für Privatanleger und Staatsreserve gleichermaßen.

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