Bitcoin: 635 Millionen Dollar ETF-Abflüsse nach Inflationsschock
15.05.2026 - 11:52:49 | boerse-global.deUnerwartet heiße US-Inflationsdaten haben den Kryptomarkt am Donnerstag kalt erwischt. Bitcoin durchbrach zeitweise die psychologisch wichtige Marke von 80.000 US-Dollar. Aktuell pendelt sich der Kurs nach einem kurzen Rutsch wieder bei 81.293 US-Dollar ein. Die makroökonomische Realität holt Anleger schnell ein.
Auslöser des Abverkaufs sind die jüngsten US-Erzeugerpreise. Der Index stieg im April auf eine Jahresrate von sechs Prozent. Das CME FedWatch Tool signalisiert nun eine Wahrscheinlichkeit von 97 Prozent für eine Zinserhöhung im Juni. Zinssenkungen sind vorerst vom Tisch.
Parallel dazu ziehen Investoren massiv Kapital ab. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Vortag Nettoabflüsse von 635 Millionen US-Dollar. Allein der BlackRock iShares Bitcoin Trust verlor dabei fast 300 Millionen US-Dollar. Das markiert den größten Tagesverlust der Fonds seit Ende Januar.
Miner kapitulieren, Staaten verkaufen
Der Verkaufsdruck kommt nicht nur von institutionellen ETF-Anlegern. Große Mining-Unternehmen werfen ebenfalls Bestände auf den Markt. MARA Holdings meldete für das erste Quartal einen Milliardenverlust. Um Schulden abzubauen, veräußerte das Unternehmen über 20.000 Bitcoin.
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MARA plant eine drastische Neuausrichtung und will künftig fast alle Kapazitäten für KI-Infrastruktur nutzen. Konkurrent Bitdeer verbuchte trotz starkem Umsatzwachstum ebenfalls einen Nettoverlust von fast 160 Millionen US-Dollar. Auch staatliche Akteure trennen sich von ihren Reserven.
Das Königreich Bhutan transferierte am Donnerstag weitere Bitcoin im Wert von rund acht Millionen US-Dollar. Seit Jahresbeginn hat das Land damit Bestände für fast eine Viertel Milliarde US-Dollar liquidiert.
Schnelle Bereinigung am Markt
Auf den Kryptobörsen führte der Preisrutsch zu einer heftigen Reaktion. Innerhalb einer Stunde registrierte Binance Verkäufe im Wert von über 850 Millionen US-Dollar. Das Open Interest in gehebelten Positionen sank spürbar.
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Charttechnisch rückt nun die 50-Tage-Linie in den Fokus. Diese verläuft aktuell bei rund 74.600 US-Dollar und dient als nächste wichtige Unterstützung. Nach oben hin blockiert der gleitende 200-Tage-Durchschnitt einen schnellen Ausbruch. Die Bestätigung von Kevin Warsh als neuem Fed-Vorsitzenden bringt zusätzliche makroökonomische Unsicherheit in den Markt.
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