Bitcoin: 1,72 Milliarden Dollar ETF-Abfluss
08.06.2026 - 00:41:36 | boerse-global.de
Nach einer tiefroten Handelswoche sucht Bitcoin nach einem Boden. Der Kurs stabilisiert sich aktuell bei rund 63.800 US-Dollar, nachdem er kurz zuvor auf ein neues Jahrestief abgerutscht war. Die Stimmung am Kryptomarkt erreicht den tiefsten Stand des Jahres.
Makro-Gegenwind und ETF-Flucht
Auslöser der Talfahrt sind robuste US-Arbeitsmarktdaten. Im Mai entstanden 172.000 neue Stellen — doppelt so viele wie erwartet. Das schürt Zinssorgen und treibt Anleger aus riskanten Anlageklassen.
US-Spot-ETFs verzeichneten in der Folge Nettoabflüsse von 1,72 Milliarden Dollar. Das markiert die schlechteste Woche seit ihrer Auflegung. Allein BlackRocks IBIT-Fonds verlor massiv an Kapital, was den Abwärtsdruck weiter verstärkte.
Der Verkaufsdruck zieht weite Kreise. Langzeitinvestoren sitzen laut On-Chain-Daten auf 5,3 Millionen Bitcoin mit Buchverlusten. Ein solches Ausmaß gab es zuletzt während des Liquiditätsschocks im März 2020.
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Parallel dazu trennen sich staatliche Akteure von ihren Beständen. Wallets des Königreichs Bhutan transferierten kürzlich Token im Wert von knapp 45 Millionen Dollar. Deren Reserven schrumpften im Jahresverlauf drastisch zusammen.
MicroStrategy hält Kurs
Michael Saylor wählt einen anderen Weg. Der Chairman signalisiert auf der Plattform X weitere Zukäufe. Dabei steht sein Unternehmen massiv unter Wasser. Bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von knapp 75.700 Dollar beläuft sich der un-realisierte Verlust auf rund 11,7 Milliarden Dollar.
Ein minimaler Verkauf von 32 Bitcoin zur Deckung von Dividenden ändert laut Management nichts an der langfristigen Akkumulationsstrategie. Aktienverkäufe der Führungsetage dienten lediglich der Begleichung von Steuerpflichten.
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Überverkauftes Terrain
Technisch ist die Kryptowährung massiv überverkauft. Der 14-Tage-RSI notiert bei extrem niedrigen 18,2 Punkten. Auf Wochensicht steht ein Minus von gut 13 Prozent auf der Anzeigetafel, seit Jahresbeginn verlor Bitcoin rund 28 Prozent an Wert.
Charttechniker blicken nun auf die Marke von 60.000 Dollar. Hält diese Unterstützung, eröffnet sich Raum für eine Erholungsrally in Richtung der 63.500-Dollar-Zone. Bricht das Level, rücken tiefere Ziele um 57.000 Dollar als nächste Auffangstation in den Fokus.
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