Biotin-Supplements können Blut-Tests lebensgefährlich verfälschen
22.01.2026 - 19:42:12Hochdosierte Biotin-Präparate für Haare und Nägel verzerren wichtige Laborwerte. Das kann zu Fehldiagnosen wie übersehenen Herzinfarkten führen. Gesundheitsbehörden warnen eindringlich vor dem Risiko.
Das Problem steckt in der Testtechnik. Viele gängige Bluttests nutzen eine starke Bindung zwischen Biotin und Streptavidin. Ist durch Nahrungsergänzungsmittel zu viel Biotin im Blut, blockiert es die Testsysteme. Die Ergebnisse werden unbrauchbar – und das bei kritischen Werten.
Die Folgen sind dramatisch. Ein falsch-niedriger Troponin-Wert kann einen Herzinfarkt verschleiern. Verfälschte Schilddrüsenhormone täuschen Über- oder Unterfunktionen vor. In den USA wurde bereits ein Todesfall gemeldet, weil ein Infarkt so übersehen wurde.
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Die Liste der anfälligen Laborwerte ist lang. Das Risiko steigt mit der eingenommenen Dosis. Besonders gefährdet sind Tests für:
- Herzinfarkt-Diagnose: Der Troponin-Test kann fatal niedrige Werte anzeigen.
- Schilddrüsenfunktion: TSH, T3 und T4 werden massiv verzerrt.
- Hormonstatus: Etwa Östradiol, Progesteron oder Cortisol.
- Weitere Marker: Bestimmte Tumormarker, Vitamin D oder Medikamentenspiegel.
Ob ein Wert zu hoch oder zu niedrig ausfällt, hängt vom Testverfahren ab. Bei “Sandwich”-Assays wie dem Troponin-Test ist ein gefährlich falsch-niedriges Ergebnis typisch.
Von der Beauty-Pille zur Hochdosis-Therapie
Das Risiko beginnt bei hochdosierten “Schönheitsvitaminen”. Diese enthalten oft 5 bis 10 Milligramm Biotin täglich – das ist mehr als das Hundertfache des Tagesbedarfs.
Noch kritischer ist die Lage bei Patienten in Hochdosis-Therapien, etwa bei Multipler Sklerose. Hier werden extreme Mengen eingenommen. Die US-Behörde FDA warnt: Manche Präparate enthalten das 650-fache der empfohlenen Dosis.
So schützen sich Patienten vor Fehldiagnosen
Die Lösung liegt in der Kommunikation. Patienten müssen Arzt und Labor vor der Blutabnahme unbedingt über alle eingenommenen Präparate informieren. Dazu zählen auch Multivitamine und Beauty-Produkte.
Ärzte sollten gezielt danach fragen und den Hinweis auf dem Überweisungsschein vermerken. Das Labor kann dann alternative Tests wählen oder die Ergebnisse richtig einordnen.
Als Vorsichtsmaßnahme gilt: Hochdosiertes Biotin vor einem geplanten Bluttest absetzen. Bei Dosen über 5 mg pro Tag sind mindestens acht Stunden Pause nötig. Bei Therapiedosen können es mehrere Tage sein.
Labore arbeiten an robusteren Tests
Die Testhersteller kennen das Problem. Für einige kritische Werte wie TSH und Troponin gibt es bereits neuere, unempfindlichere Verfahren. Doch viele alte Systeme sind noch im Einsatz.
Bis alle Labore umgerüstet haben, bleibt Aufklärung der Schlüssel. Bei Laborwerten, die nicht zum Krankheitsbild passen, sollte immer auch an Biotin als Ursache gedacht werden. Diese Wachsamkeit kann Leben retten.
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