BioNTech Aktie: Pumitamig in ROSETTA Lung-02
02.06.2026 - 21:25:44 | boerse-global.deBioNTech rückt seine Onkologie-Pipeline in den Fokus. Auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) präsentierte das Mainzer Unternehmen am 2. Juni neue Studiendaten aus fortgeschrittenen Phasen — und überzeugte damit die Investmentbanken.
Pumitamig zeigt Wirkung bei Lungenkrebs
Im Zentrum stehen zwei Wirkstoffe: der bispezifische Immunmodulator Pumitamig und der CTLA-4-Antikörper Gotistobart. Für Pumitamig legte BioNTech Zwischenergebnisse aus der globalen Phase-2/3-Studie ROSETTA Lung-02 vor. Die Kombination mit Chemotherapie zeigte ermutigende Anti-Tumor-Aktivität bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs in der Erstlinientherapie. Die Daten fließen direkt in den laufenden Phase-3-Teil der Studie ein.
BioNTech treibt mehr als 25 Phase-2- und Phase-3-Studien voran, davon 13 pivotale Zulassungsstudien. Das Portfolio umfasst neben Immunmodulatoren auch Antikörper-Wirkstoff-Konjugate und mRNA-basierte Krebsimmuntherapien — sowohl als Monotherapien als auch in neuartigen Kombinationen.
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Analysten heben Kursziele an
Jefferies bestätigte am 1. Juni die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 138 US-Dollar. Bereits am 27. Mai hatte UBS die Aktie von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Ziel von 117 auf 135 US-Dollar angehoben. Begründung: gestiegene Überzeugung für das Marktpotenzial der Onkologie-Pipeline.
Die Aktie notiert aktuell bei 76,40 Euro — ein Minus von 3,17 Prozent am heutigen Handelstag. Seit Jahresbeginn verlor der Titel 7,39 Prozent, zum 52-Wochen-Hoch vom Juni 2025 fehlen 25 Prozent.
Milliarden für den Umbau
BioNTech vollzieht den strategischen Schwenk von COVID-19-Impfstoffen zur Krebstherapie aus einer Position der Stärke. Ende März 2026 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von rund 16,8 Milliarden Euro. Ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu eine Milliarde US-Dollar läuft bis Mai 2027 und soll aus vorhandenen Mitteln finanziert werden.
Die ASCO-Daten markieren einen Wendepunkt. BioNTech muss nun beweisen, dass die Phase-3-Studien die frühen Signale bestätigen. Die nächsten Monate entscheiden, ob die Analysten-Upgrades gerechtfertigt sind.
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