BioNTech, Aktie

BioNTech Aktie: Patentstreit

23.02.2026 - 04:59:12 | boerse-global.de

BioNTech erhebt in den USA Patentklage gegen Modernas Covid-19-Vakzin mNEXSPIKE. Der Streit betrifft einen Großteil von Modernas Impfstoffumsatz und ist Teil eines anhaltenden Rechtskonflikts.

BioNTech zieht im mRNA-Wettlauf die juristische Schraube an. Der Konzern verklagt Moderna in den USA wegen angeblicher Patentverletzung rund um eine nächste Generation von Covid-19-Impfstoffen. Für beide Seiten geht es dabei nicht nur um Prinzipien, sondern um handfeste Umsätze.

Worum es in der Klage geht

BioNTech hat am 19. Februar 2026 vor einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Delaware eine Patentklage gegen Moderna eingereicht. Der Vorwurf: Modernas neuer Covid-19-Impfstoff mNEXSPIKE nutze mRNA-Technologie, die BioNTech patentiert habe.

Konkret dreht sich der Fall um das US-Patent Nr. 12,133,899. Dieses beschreibt laut Berichten ein Impfstoffdesign, das nicht das vollständige Spike-Protein, sondern nur „Schlüsselbereiche“ davon verwendet. BioNTech argumentiert, dieser „verschlankte“ Ansatz sei im Zuge der Entwicklung von Comirnaty (zusammen mit Partner Pfizer) entstanden und ermögliche niedrigere Dosierungen, ohne dass die Immunantwort leidet.

Pfizer ist in dieser neuen Klage nicht beteiligt. BioNTech begründete den Schritt öffentlich damit, eigene mRNA-Innovationen schützen zu wollen. Moderna kündigte an, sich gegen die Vorwürfe zu verteidigen.

Warum das finanziell relevant ist

Der Streit trifft Moderna an einer sensiblen Stelle: Laut BioNTechs Gerichtsunterlagen soll mNEXSPIKE rund 55% von Modernas Covid-19-Impfstoffumsatz in der Atemwegsvirus-Saison 2025/2026 ausmachen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte mNEXSPIKE bereits 2025 zugelassen.

Gleichzeitig ist der Markt für Covid-19-Impfstoffe deutlich kleiner geworden als in den Boomjahren der Pandemie, als Spikevax und Comirnaty Milliarden einspielten. Zusätzlicher Gegenwind: Laut Reuters belasten die Rahmenbedingungen, seit in den USA mit Robert F. Kennedy Jr. ein prominenter Impfskeptiker das Gesundheitsressort führt.

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Ein Konflikt mit Vorgeschichte

Die neue Klage ist kein Einzelereignis, sondern ein weiterer Schauplatz in einem laufenden Patentduell. Bereits 2022 hatte Moderna BioNTech und Pfizer wegen Patentverletzung im Zusammenhang mit Comirnaty verklagt – auch dieses Verfahren läuft weiterhin.

Hinter der juristischen Sprache steckt ein strategischer Kern: Es geht um die Frage, ob bestimmte mRNA-Konstruktionsprinzipien als Plattform-Technologie geschützt sind – und damit Lizenzzahlungen auslösen können – oder ob es sich eher um produktspezifische Weiterentwicklungen handelt. Genau an dieser Grenze entzünden sich in der Biotech-Branche derzeit viele Auseinandersetzungen.

Zumindest an der Börse blieb die Lage zuletzt vergleichsweise ruhig: Die BioNTech-Aktie schloss am Freitag bei 93,40 Euro.

Am 9. März 2026 steht der nächste wichtige Termin an: Dann wird der Quartalsbericht erwartet. Er dürfte zeigen, wie BioNTech operativ in das Jahr gestartet ist – während der Patentstreit im Hintergrund weiter an Bedeutung gewinnt.

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