BioNTech Aktie: Konflikt eskaliert
09.05.2026 - 13:48:39 | boerse-global.deDer Stellenabbau bei BioNTech beschäftigt längst nicht mehr nur die Kapitalmärkte. Jetzt mischen sich auch CureVac-Gründer Ingmar Hoerr und der Konzernbetriebsrat lautstark ein — mit Vorwürfen, die das Management unter erheblichen Erklärungsdruck setzen.
Täuschungsvorwurf aus Tübingen
Hoerr erhebt schwere Anschuldigungen gegen die Mainzer. Die Übernahme von CureVac sei für Aktionäre unter falschen Prämissen durchgeführt worden. Hätte in den Unterlagen offen gestanden, dass die Absicht hinter dem Deal die Schließung von Standorten und der günstige Erwerb von Patenten war, hätte niemand zugestimmt — so seine Einschätzung. Tatsächlich plant BioNTech nun, Produktionswerke in Marburg, Idar-Oberstein und Singapur sowie den ehemaligen CureVac-Stammsitz in Tübingen bis Ende 2027 zu schließen. Das über zwei Jahrzehnte aufgebaute wissenschaftliche Know-how drohe dabei unwiederbringlich verloren zu gehen.
Besonders pikant: Hoerr stört sich daran, dass gleichzeitig mit dem Kostensparprogramm ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm läuft. Öffentlich Sparnotwendigkeiten zu betonen und im gleichen Atemzug eigene Aktien in großem Umfang zurückzukaufen — diesen Widerspruch lässt der Biologe und mRNA-Pionier nicht unkommentiert stehen. Für ihn wirkt die Kombination dreist.
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Betriebsrat gegen Management
Auf der anderen Seite formiert sich der interne Widerstand. Rund 1.860 Arbeitsplätze sind von den Schließungsplänen insgesamt betroffen, allein bei CureVac etwa 820 — überwiegend in Tübingen. Der Konzernbetriebsrat wirft dem Management vor, Lösungsansätze systematisch zu blockieren. Als Arbeitnehmervertreter vorschlugen, eine externe Beratung für die Investorensuche hinzuzuziehen, lehnten die Arbeitgebervertreter das kategorisch ab. Stattdessen wurde ein Schließungszeitplan präsentiert, der eine mögliche Übernahme der Werke durch Dritte faktisch unmöglich machen würde.
Der Betriebsrat hat nun Unternehmenschef Ugur Sahin persönlich zur nächsten Verhandlungsrunde eingeladen. Die Botschaft dahinter ist unmissverständlich: Die Arbeitnehmerseite will keine Alibigespräche mit nachgeordneten Managementebenen mehr führen.
Hoerr seinerseits geht in seiner Prognose noch weiter. Sollten die erhofften Geschäftserfolge ausbleiben, könnte BioNTech selbst zum Übernahmekandidaten werden. Das ist eine bemerkenswert drastische Einschätzung — zumal von jemandem, der das mRNA-Feld mitgeprägt hat und die Stärken und Schwächen der Technologie aus erster Hand kennt.
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