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Mainova AG / Bilanz zum Geschäftsjahr 2023 / Mainova investiert in die ...

25.04.2024 - 12:55:19

Bilanz zum Geschäftsjahr 2023 / Mainova investiert in dieEnergiezukunft (FOTO)Frankfurt -- Bereinigtes Konzernergebnis (EBT) bei 148,2 Mio.

Bilanz zum Geschäftsjahr 2023 / Mainova investiert in dieEnergiezukunft (FOTO)Frankfurt (ots) -

- Bereinigtes Konzernergebnis (EBT) bei 148,2 Mio. Euro- Breit aufgestelltes Geschäftsportfolio bewährt sich- Investitionen auf eine halbe Milliarde Euro gesteigert- Transformation erfordert hohen Kapitalbedarf

"Mainova hat im Jahr 2023 in einem anspruchsvollen Umfeld ein gutes bereinigtesKonzernergebnis (EBT) von 148,2 Mio. Euro (+22,8 Mio. Euro) erzielt. Dank desbreit gefächerten Geschäftsportfolios konnte Mainova Marktchancen nutzen und diespürbaren Folgen der Energiekrise auffangen, die das Ergebnis auch imGeschäftsjahr 2023 belasteten", sagte Dr. Michael Maxelon, Vorstandsvorsitzenderder Mainova AG, anlässlich der heutigen Bilanz-Pressekonferenz in Frankfurt amMain. "Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet stehen vor großen Herausforderungenbei der Umsetzung der Energiewende. Mainova ist dafür gut aufgestellt undgestaltet diese aktiv mit: Mit dem erklärten Ziel bis 2040 klimaneutral zu sein,hat der regionale Energieversorger seine Investitionen in die Energiezukunft imvergangenen Jahr um mehr als ein Drittel auf eine halbe Milliarde Eurogesteigert. Wir fördern die Lebensqualität in Frankfurt und Rhein-Main undinvestieren bis 2028 rund 2,6 Mrd. Euro in die Dekarbonisierung, die Stärkungder Infrastruktur und die Erweiterung unseres Beteiligungsportfolios", betonteer.

"Das Energiejahr 2023 war in ganz Deutschland weiter geprägt von großenUnsicherheiten: von den schwankenden und insgesamt zu hohen Energiepreisen fürMenschen und Unternehmen sowie offenen Fragen zur dauerhaften Sicherung einerzuverlässigen Versorgung", resümierte Maxelon. "Wirksamer Klimaschutz wird nurmöglich sein, wenn wir es schaffen, gleichzeitig unseren Wirtschaftsstandort undden sozialen Zusammenhalt zu sichern. Dafür müssen wir sowohl dieVersorgungssicherheit als auch die Bezahlbarkeit von Energie im Blick behalten",führte er aus.

Die Ergebnisse in den einzelnen Segmenten

Das Ergebnis der Gasversorgung verringerte sich deutlich auf 2,0 Mio. Euro(-29,3 Mio. Euro), während das Ergebnis der Stromversorgung mit 39,3 Mio. Euro(-2,6 Mio. Euro) leicht unter dem Vorjahr lag. Sowohl die Gas- als auch dieStromversorgung standen aufgrund der hohen Wettbewerbsintensität imVertriebsgeschäft unter Druck. Das Ergebnis in der Gasversorgung belastetenzusätzlich geringere Absätze aufgrund des veränderten Verbrauchsverhaltens sowieder wärmeren Witterung und die deutlich gesunkene Verzinsung im Netzgeschäft. Inder Stromversorgung trug der Energiehandel positiv zum Ergebnis bei.

Im Segment Erzeugung und Fernwärme stieg das Ergebnis deutlich auf 48,8 Mio.Euro (+43,4 Mio. Euro). Dabei war das Vorjahr durch hohe Beschaffungskostenaußerordentlich belastet. Das Ergebnis in 2023 resultierte maßgeblich aus derVermarktung der Kraftwerke sowie einer optimierten Beschaffungsstrategie. Derstetige Ausbau der Fernwärme trug ebenfalls positiv zum Ergebnis bei.

Das Ergebnis im Segment Erneuerbare Energien / Energiedienstleistungenreduzierte sich erwartungsgemäß auf 8,8 Mio. Euro (-24,1 Mio. Euro) vor allemaufgrund des Rückgangs der Stromhandelspreise nach der außergewöhnlichenMarktlage im Vorjahr.

Das Ergebnis in der Wasserversorgung lag bei 8,8 Mio. Euro (+6,9 Mio. Euro).Höhere Bezugskosten wurden durch periodenfremde Einmaleffekte überkompensiert.

Das Segment Beteiligungen lag mit 70,8 Mio. Euro (+33,2 Mio. Euro) deutlich überdem Vorjahr aufgrund höherer Ergebnisse sowie positiver Bewertungen einzelnerUnternehmen.

Um die mit der Energiewende verbundenen Projekte umzusetzen, stellt Mainovaweiter Fachkräfte ein. 2023 schuf das Unternehmen 114 neue Arbeitsplätze. DieMitarbeiterzahl stieg auf insgesamt 3.217. Perspektivisch erhöht Mainova darüberhinaus die Zahl ihrer Ausbildungsplätze. Mit der geplanten Erweiterung desmodernen Nachwuchszentrums sollen künftig 100 junge Menschen im Jahr die Chanceauf eine fundierte Fachausbildung erhalten.

Investitionsvolumen steigt

"Die Vielzahl der zur Umsetzung anstehenden Projekte, die in den kommenden fünfJahren ein Investitionsvolumen von rund 2,6 Mrd. Euro erfordern, ziehen einenzusätzlichen hohen Finanzierungsbedarf nach sich. Aus diesem Grund beabsichtigtMainova eine Kapitalerhöhung in Höhe von einer Milliarde Euro durchzuführen, derdie Mainova-Aktionäre bereits im August 2023 zugestimmt haben", unterstreichtMainova-Finanzchef und zwischenzeitliches Vorstandsmitglied Uwe Kettner. Darüberhinaus seien künftig noch deutlich höhere Investitionen erforderlich, wie fürden Ausbau der Netze im Zuge der Wärmewende in Frankfurt.

Mainova treibt die Dekarbonisierung voran

Entscheidend für die Dekarbonisierung ist die ausreichende Verfügbarkeit vongrünen Elektronen, also Strom, und grünen Molekülen, beispielweise Wasserstoff.Mainova baut deswegen die erneuerbaren Energien weiter massiv aus. Zuletzt mitdem Solarpark Boitzenburger Land, der seit September 2023 jährlich rund 200Gigawattstunden Sonnenstrom erzeugt und damit 85.000 Tonnen CO2 im Jahreinspart. Durch die im vergangenen Jahr erworbene Mehrheitsbeteiligung amPhotovoltaik-Generalunternehmer Solea sollen in den kommenden Jahren zahlreicheweitere Solarprojekte umgesetzt werden. Außerdem plant Mainova den Bau neuerWindparks und das Repowering bestehender Anlagen. Darüber hinaus investiert derregionale Energieversorger in Erzeugungsanlagen, die wasserstoff-ready sind. DasHeizkraftwerk West wird, sobald grüner Wasserstoff in ausreichenden Mengen zurVerfügung steht, Frankfurt CO2-neutral mit Wärme und Strom versorgen. Auch dasGemeinschaftskraftwerk Hanau, das Mainova zusammen mit den Stadtwerken Hanaubaut, wird wasserstoff-ready sein. Damit dies gelingt, setzt sich Mainovaintensiv für den Aufbau einer Wasserstoff-Versorgung der Rhein-Main-Region ein.

Neben ausreichendem Kapital braucht es mehr für die Umsetzung der Energiewende.Die Politik ist dabei weiter gefordert: "Wir benötigen verlässlicheRahmenbedingungen für die notwendigen Investitionen in Technologien, Netze undErzeugungsanlagen. Dafür müssen wieder mehr Marktmechanismen Einzug halten",sagte Maxelon und betonte: "Zum Gelingen der Energiewende ist eine noch engereund partnerschaftliche Zusammenarbeit sowie ein übergreifendes Denken vonPolitik, Wirtschaft und Gesellschaft erforderlich."

Ausblick für 2024

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet der Vorstand ein bereinigtes EBT in etwa aufVorjahresniveau.

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