BGF-Gütesiegel: 593 Betriebe für Gesundheitsförderung ausgezeichnet
19.03.2026 - 06:06:28 | boerse-global.deDie Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) und die BVAEB haben in diesen Tagen das begehrte BGF-Gütesiegel für 2026 bis 2028 verliehen. Allein die ÖGK zeichnete 593 heimische Betriebe mit der höchsten nationalen Auszeichnung für Betriebliche Gesundheitsförderung aus. Das Siegel bestätigt systematische und nachhaltige Maßnahmen für ein gesünderes Arbeitsumfeld.
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Rekordzahlen und feierliche Übergaben
Die Verleihungen fanden Mitte März in zahlreichen Bundesländern statt. In Oberösterreich erhielten 116 Betriebe im Linzer Ursulinenhof die Auszeichnung, in Tirol waren es 48 Unternehmen in der Villa Blanka in Innsbruck. In Salzburg wurden 49 Organisationen im ORF-Landesstudio geehrt, in Kärnten 25 Betriebe.
Die aktuellen Zahlen unterstreichen den Erfolg des Programms, das sein 26-jähriges Bestehen feiert. Österreichweit profitieren laut ÖGK rund 749.600 Beschäftigte in über 2.700 Unternehmen von den etablierten Qualitätsstandards.
Strenge Kriterien für das Siegel
Die Vergabe ist an 15 detaillierte Qualitätskriterien geknüpft, die das Österreichische Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung (ÖNBGF) definiert hat. Ein Obstkorb oder ein Einmal-Event reichen nicht aus.
Gefordert wird die feste Integration der Gesundheitsförderung ins Unternehmensleitbild, eine Vorbildwirkung der Führungskräfte und die Einbeziehung aller Hierarchieebenen. Maßnahmen müssen sowohl verhaltens- als auch verhältnisbezogen sein – also vom Bewegungsangebot bis zur ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung reichen.
Von Kleinbetrieben bis zum Großkonzern
Unter den ausgezeichneten Unternehmen finden sich Betriebe aller Größen. Ein bemerkenswerter Aspekt ist die hohe Anzahl an Wiederverleihungen, die langfristiges Engagement belegt.
In Osttirol erhielt die Firma Liebherr-Hausgeräte Lienz mit 1.400 Beschäftigten die Auszeichnung bereits zum vierten Mal. Das Unternehmen überzeugte mit einem umfassenden Mobilitätskonzept und einem vergünstigten Bikeleasing-Modell.
In Salzburg wurde der Verein Spektrum für Achtsamkeitsangebote und lärmreduzierende Büroumbauten zum dritten Mal prämiert. Die Stadtverwaltung Salzburg, die jährlich rund 60 Gesundheitsprojekte organisiert, nahm das Siegel bereits zum vierten Mal entgegen.
Wettbewerbsvorteil im Fachkräftemangel
Systematische Gesundheitsprogramme senken nachweislich Krankenstände und Fluktuation. Gesündere Mitarbeiter sind leistungsfähiger und identifizieren sich stärker mit ihrem Arbeitgeber.
Im akuten Fachkräftemangel hat sich das Gütesiegel zu einem entscheidenden Instrument im Employer Branding entwickelt. Für Bewerber signalisiert die Zertifizierung Wertschätzung, soziale Verantwortung und moderne Unternehmensführung.
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Digitalisierung und Psyche im Fokus
Die Anforderungen an die Betriebliche Gesundheitsförderung wandeln sich. Themen wie psychische Belastung durch Erreichbarkeit, Homeoffice-Ergonomie und eine älter werdende Belegschaft rücken stärker in den Mittelpunkt.
Digitale Angebote wie App-basierte Workouts, virtuelle Coachings und telemedizinische Beratungen werden künftig eine größere Rolle spielen. Die aktuellen Rekordzahlen zeigen jedoch: Die gesundheitsförderliche Arbeitswelt ist in Österreich kein Trend mehr, sondern ein Standard.
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