Beyond, Meat

Beyond Meat Aktie: Juristischer Ärger

05.02.2026 - 10:18:31

Der Hersteller von Fleischersatzprodukten sieht sich mit einer Sammelklage konfrontiert, die irreführende Angaben zu Vermögenswerten vorwirft. Gleichzeitig kämpft das Unternehmen mit operativen Verlusten.

Der Hersteller von pflanzlichen Fleischalternativen sieht sich mit wachsenden Problemen konfrontiert. Während Anleger gespannt auf die Zahlen für das vierte Quartal warten, formiert sich an der juristischen Front massiver Widerstand. Mehrere Kanzleien mobilisieren derzeit Investoren für eine Sammelklage – der Vorwurf lautet auf irreführende Finanzkommunikation und verschleppte Abschreibungen.

Vorwürfe der Täuschung

Im Kern der juristischen Auseinandersetzung stehen die Bewertungen der Unternehmensvermögenswerte. Verschiedene Anwaltskanzleien, darunter The Schall Law Firm, werfen dem Management vor, gegen das US-Wertpapierrecht verstoßen zu haben. Die Anschuldigung wiegt schwer: Beyond Meat soll Investoren über die tatsächliche finanzielle Verfassung im Unklaren gelassen haben.

Konkret geht es um den Buchwert bestimmter langlebiger Vermögenswerte, der laut Klageschrift den fairen Marktwert deutlich überstieg. Die Kläger argumentieren, dass notwendige Wertberichtigungen zwar absehbar waren, aber nicht rechtzeitig offengelegt wurden. Dies habe das Risiko verzögerter Börsenpflichtmitteilungen erhöht und ein falsches Bild der Unternehmenslage gezeichnet. Betroffen ist der Zeitraum zwischen Februar und November 2025.

Die teure Realität

Dass an den Bedenken Substanz sein könnte, zeigten die Ereignisse im späten Herbst 2025. Das Unternehmen musste im November schließlich nicht zahlungswirksame Abschreibungen in Höhe von 77,4 Millionen US-Dollar verbuchen. Diese Korrekturen betrafen vor allem Sachanlagen und Leasingwerte.

Die Auswirkungen auf die Bilanz waren gravierend: Die Abschreibungen trugen maßgeblich zu einem operativen Verlust von 112,3 Millionen US-Dollar im dritten Quartal bei. Diese späte Bereinigung der Bücher dient den Klägern nun als Hauptargument für die These, dass Anleger zuvor getäuscht wurden.

Zahlenwerk und Ausblick

Neben den juristischen Sorgen bleibt die operative Entwicklung die größte Baustelle. Das vergangene Quartal zeigte ein gemischtes Bild: Während der Umsatz mit rund 70 Millionen US-Dollar die Erwartungen leicht übertraf, enttäuschte der Verlust pro Aktie von 0,47 US-Dollar.

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Die Prognose für das abschießende vierte Quartal fiel zudem verhalten aus. Das Management stellte Erlöse zwischen 60 und 65 Millionen US-Dollar in Aussicht – ein Wert, der unter den damaligen Konsensschätzungen lag.

Die Aktie selbst spiegelt diese Unsicherheit wider. Mit einer enormen Handelsspanne zwischen 0,50 US-Dollar und 7,69 US-Dollar in den letzten 52 Wochen gleicht der Kursverlauf einer Achterbahnfahrt. Aktuell bewertet der Markt das Unternehmen noch mit rund 308 bis 343 Millionen US-Dollar.

Investoren blicken nun auf Ende Februar. Voraussichtlich um den 24. oder 25. Februar 2026 wird Beyond Meat den Bericht für das vierte Quartal vorlegen. Neben den nackten Zahlen wird entscheidend sein, ob das Management den für 2026 angepeilten Weg zu einem positiven EBITDA glaubhaft untermauern kann. Die Kombination aus operativen Verlusten und der drohenden Kostenlawine durch Rechtsstreitigkeiten dürfte die Geduld der Anleger weiter auf die Probe stellen.

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