Betrügerische Notdienste: Neue Welle von Internet-Abzocke alarmiert Behörden
08.02.2026 - 21:42:11Verbraucherzentralen und Polizei warnen vor einer neuen Betrugswelle, die gezielt Menschen in Notlagen ausnutzt. Kriminelle erschaffen professionelle Webseiten für angebliche regionale Notdienste, um überhöhte Preise zu kassieren.
Die digitale Abhängigkeit in Stresssituationen wird schamlos ausgenutzt. Wer sich aussperrt oder einen Wasserschaden hat, sucht heute zuerst online nach Hilfe. Genau hier setzen die Betrüger an. Sie platzieren sich mit gefälschten lokalen Rufnummern und schnellen Hilfeversprechen prominent in Suchmaschinen. In Wahrheit stecken oft überregionale Callcenter dahinter, die horrende Anfahrtskosten und überzogene Preise verlangen.
So funktioniert die perfide Masche
Die Vorgehensweise folgt einem klaren Muster. Alles beginnt mit einer täuschend echten Webseite. Gestohlene Bilder und gefälschte Bewertungen sollen Seriosität vortäuschen. Oft sichern sich die Täter mit „A.A.A.“-Einträgen in Branchenverzeichnissen die obersten Plätze bei alphabetischen Suchen. Die angegebenen Ortsvorwahlen führen jedoch nur zu zentralen Callcentern.
Am Telefon wird ein konkreter Preis meist verweigert – stattdessen soll erst vor Ort begutachtet werden. Die dann erscheinenden Monteure sind oft nicht qualifiziert. Nach laienhaften Arbeiten präsentieren sie Rechnungen, die das Fünf- bis Sechsfache üblicher Preise betragen. Für eine Türöffnung sind tagsüber 75 bis 100 Euro angemessen, die Betrüger verlangen jedoch häufig mehrere hundert oder sogar über tausend Euro.
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Der psychologische Druck ist ein wesentlicher Bestandteil. Opfer werden zur sofortigen Barzahlung gedrängt, oft mit der Drohung, die Arbeit nicht abzuschließen. Viele zahlen aus Angst und Überforderung.
Digitalisierung als Einfallstor für Kriminelle
Die Dominanz von Online-Suchmaschinen erleichtert den Betrug bundesweit. Kriminelle nutzen gezielt Suchmaschinenoptimierung (SEO), um ihre gefälschten Angebote an die Spitze zu bringen. Selbst bei der Suche nach seriösen Firmennamen können Anzeigen den Namen vortäuschen und auf betrügerische Seiten leiten.
Experten warnen: Ein fehlendes oder unvollständiges Impressum ist ein deutliches Warnsignal. Seriöse Dienstleister müssen eine vollständige Adresse und Kontaktdaten angeben. Vorsicht ist auch bei reinen Mobilfunk- oder 0800-Nummern ohne weitere Unternehmensdaten geboten. Die Anonymität des Internets bietet den Tätern einen idealen Nährboden.
So schützen Sie sich vor der Abzocke
Der wichtigste Rat der Verbraucherschützer: Bereiten Sie sich vor. Suchen Sie sich schon im Vorfeld die Kontaktdaten eines seriösen, ortsansässigen Notdienstes und speichern Sie diese.
Sollte dennoch ein Notfall eintreten, gelten diese Verhaltensregeln:
* Preise vorab klären: Vereinbaren Sie am Telefon einen Festpreis oder einen verbindlichen Kostenrahmen.
* Auf Ortsansässigkeit bestehen: Fragen Sie explizit nach dem Firmensitz, um überhöhte Anfahrtskosten zu vermeiden.
* Keine Vorkasse leisten: Seriöse Unternehmen arbeiten auf Rechnung. Zahlen Sie nicht sofort bar.
* Rechnung prüfen: Bestehen Sie auf einer detaillierten Rechnung, bevor Sie zahlen. Unterschreiben Sie nichts unter Druck.
* Im Zweifel die Polizei rufen: Bei Nötigung oder massivem Druck zögern Sie nicht, die Polizei unter 110 zu verständigen.
Aufklärung als Daueraufgabe
Der Kampf gegen die gefälschten Online-Notdienste ist eine ständige Herausforderung. Die Masche wird immer professioneller. Experten fordern daher mehr Aufklärung und sehen Suchmaschinenbetreiber sowie Branchenverzeichnisse in der Pflicht, betrügerische Angebote stärker zu filtern.
Langfristig muss die digitale Kompetenz der Bürger gestärkt werden. Bis dahin gilt: Besondere Vorsicht bei der Online-Suche und im Zweifel lieber einmal mehr nachfragen.
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