Betrüger nutzen WhatsApp und QR-Codes für neue Maschen
07.02.2026 - 02:41:11Eine Welle digitaler Betrugsversuche überrollt Deutschland. Kriminelle kombinieren psychologische Tricks mit neuen technologischen Angriffen. Das Bundeskriminalamt (BKA) und Verbraucherzentralen warnen aktuell besonders vor zwei perfiden Methoden: dem „Hallo Mama“-Trick und dem betrügerischen „Quishing“ mit QR-Codes. Beide nutzen Vertrauen und Hilfsbereitschaft aus, um an Geld und sensible Daten zu gelangen.
„Hallo Mama“: Der digitale Enkeltrick
Die Masche ist ein unheilvoller Dauerbrenner. Eltern oder Großeltern erhalten eine Nachricht von einer unbekannten Nummer. Der Absender gibt sich als Kind oder Enkel aus und behauptet, das Handy sei kaputt. Nach einem kurzen Vertrauens-Chat folgt die Falle: eine dringende Bitte um Geld für eine angebliche Notlage.
Die Betrüger zielen direkt auf den Fürsorgeinstinkt und bauen emotionalen Druck auf. Die erbetenen Summen können mehrere tausend Euro betragen. Die Polizei rät: Wer so eine Nachricht erhält, sollte das angebliche Kind unbedingt unter der altbekannten Nummer anrufen. Überweisen Sie niemals Geld an unbekannte Konten auf diese Weise.
Methoden wie der ‚Hallo Mama‘-Trick oder manipulative QR‑Codes (Quishing) nutzen Vertrauen und führen schnell zu Daten‑ und Geldverlust. Ein kostenloser 4‑Schritte‑Leitfaden erklärt praxisnah, wie Sie gefälschte Nachrichten, manipulierte Aufkleber und bösartige QR‑Links erkennen, welche Sofortmaßnahmen helfen und wie Sie Ihre Geräte sicher prüfen. Die Checklisten eignen sich für Privatpersonen, Familien und kleine Organisationen, damit Sie verdächtige Fälle sofort richtig einschätzen. Anti‑Phishing‑Paket jetzt kostenlos herunterladen
Quishing: Der unsichtbare Link im Code
Parallel dazu gewinnt „Quishing“ an Bedeutung – eine Kombination aus QR-Code und Phishing. Die Täter setzen gefälschte QR-Codes ein, die auf bösartige Webseiten führen. Das Tückische: Der Link ist vor dem Scannen nicht sichtbar.
Besonders dreist sind manipulierte Aufkleber:
* Gefälschte Strafzettel am Auto
* Betrügerische Codes an Parkscheinautomaten oder E-Ladesäulen
* Briefe, die angeblich von der Bank kommen und zur Datenaktualisierung per QR-Code auffordern
Die nachgebaute Webseite sieht der echten Bank- oder Shop-Seite täuschend ähnlich. Dort werden Passwörter und Kreditkartendaten abgegriffen. Viele Antivirenprogramme können diese in Bilder eingebetteten Links nicht überprüfen.
So schützen Sie sich wirksam
Gegen beide Maschen hilft vor allem gesunde Skepsis und klare Handlungsregeln.
Bei verdächtigen WhatsApp-Nachrichten:
* Rufen Sie den Angehörigen unter der bekannten Nummer an.
* Lehnen Sie Geldforderungen über Messenger grundsätzlich ab.
* Blockieren Sie die verdächtige Nummer und sichern den Chat für eine mögliche Anzeige.
Im Umgang mit QR-Codes:
* Deaktivieren Sie die Funktion zum automatischen Link-Öffnen im Scanner. Prüfen Sie die URL vor dem Besuch.
* Scannen Sie niemals Codes, die sichtbar über andere Aufkleber geklebt sind.
* Geben Sie niemals sensible Daten auf Seiten ein, die Sie via QR-Code einer unbekannten Quelle erreicht haben.
Die Digitalisierung schreitet voran – und mit ihr die Methoden der Kriminellen. Der „Hallo Mama“-Trick ist der moderne Enkeltrick, Quishing macht Phishing effektiver. Behörden wie das BSI betonen die Wichtigkeit ständiger Aufklärung. Die beste Verteidigung bleibt ein wachsamer, kritischer Umgang mit digitaler Kommunikation.


