Betrüger, Millionenverluste

Betrüger nutzen KI für Millionenverluste bei Liebesbetrug

15.02.2026 - 22:49:12 | boerse-global.de

Betrüger nutzen KI-generierte Deepfakes und manipulierte Krypto-Plattformen, um in Romance Scams über 42 Millionen Euro zu erbeuten. Behörden warnen vor der ausgeklügelten "Pig Butchering"-Masche.

New Yorker verloren 2025 über 42 Millionen Euro an Online-Schwindler, die mit künstlicher Intelligenz und Kryptowährungen operieren. Während die Behörden vor einer neuen Welle raffinierter Romance Scams warnen, zeigt sich ein düsteres Bild: Betrüger erschaffen mit KI täuschend echte Profile und locken ihre Opfer in gefälschte Krypto-Investitionen.

Staat und Fahnder schlagen Alarm

Die Lage ist ernst. Die Verbraucherschutzbehörde des Bundesstaates New York warnte kürzlich eindringlich vor den betrügerischen Machenschaften. Die Zahlen des US-Handelsministeriums sind erschütternd: Allein in den ersten neun Monaten 2025 meldeten Einwohner New Yorks Verluste von mehr als 42 Millionen Euro. Besonders häufig im Visier der Täter: ältere Erwachsene, vor allem Verwitwete oder kürzlich Geschiedene.

Parallel starteten Bundesbehörden in Buffalo die Aufklärungskampagne #DatingOrDefrauding. Ein Bündnis aus Bundesstaatsanwaltschaft, FBI und Homeland Security Investigations will die Öffentlichkeit für den Anstieg betrügerischer Beziehungs-Investitionen sensibilisieren. Die Ermittler betonen: Die Methoden werden immer ausgeklügelter.

Die neue Masche: „Pig Butchering“ mit KI und Crypto

Das klassische Muster – eine erfundene Notlage und die Bitte um Geld – hat ausgedient. Heute setzen Kriminelle auf langfristige Strategien. Die gefährlichste unter ihnen ist das sogenannte „Pig Butchering“ (Schweinemästen).

Dabei baut der Betrüger über Wochen oder Monate Vertrauen und Zuneigung auf, nur um das Opfer dann in eine gefälschte Kryptowährungs-Investition zu locken. Die Opfer werden auf professionell gestaltete, aber komplett manipulierte Handelsplattformen geleitet. Dort scheinen ihre Investitionen zunächst zu wachsen – ein Anreiz, noch mehr Geld einzuzahlen. Ist eine signifikante Summe überwiesen, verschwindet der angebliche Partner und das Konto ist gesperrt.

Die Glaubwürdigkeit dieser Schein-Identitäten wird massiv durch KI-generierte Deepfakes erhöht. Künstliche Intelligenz erstellt täuschend echte Profilbilder und sogar Videos, was eine Überprüfung der Identität fast unmöglich macht.

So bauen Betrüger Vertrauen auf

Der Erfolg der Masche beruht auf psychologischer Manipulation. Die Täter erstellen ansprechende Profile, oft mit gestohlenen Fotos, und recherchieren die Interessen ihrer Zielperson in sozialen Medien. Sie sind geduldig und investieren viel Zeit in den Aufbau einer emotionalen Bindung.

Ein klassisches Warnsignal ist die ständige Verweigerung eines echten Treffens. Ob per Video-Chat oder in Person – es gibt immer Ausreden: Eine angebliche Tätigkeit auf einer Ölplattform, beim Militär im Auslandseinsatz oder plötzliche Notfälle, die ein geplantes Treffen vereiteln. Ist das Vertrauen erst gefestigt, beginnen die finanziellen Forderungen, anfangs klein, dann in immer größeren Summen für angebliche Investitionen oder Notlagen.

Warum die Betrüger so erfolgreich sind

Mehrere Faktoren begünstigen den Anstieg. Die Akzeptanz von Online-Beziehungen ist größer denn je, gleichzeitig stehen den Kriminellen mächtige Werkzeuge zur Verfügung. Die emotionale Verwüstung der Opfer ist oft genauso groß wie der finanzielle Schaden. Viele schämen sich so sehr, dass sie die Straftat nicht anzeigen.

Die Nutzung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel erschwert die Ermittlungen erheblich. Die Transaktionen sind schwer zurückzuverfolgen und meist irreversibel. KI ermöglicht es den Tätern zudem, gleichzeitig zahlreiche, individualisierte Gespräche auf hohem Niveau zu führen – eine gefährliche Kombination aus emotionaler Manipulation und technologischem Know-how.

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So können Sie sich schützen

Die Behörden raten zu äußerster Vorsicht:
* Seien Sie äußerst skeptisch, wenn jemand, den Sie nie persönlich getroffen haben, um Geld bittet.
* Führen Sie eine Rückwärts-Bildersuche des Profilfotos durch. Oft stammen die Bilder aus anderen Quellen im Netz.
* Teilen Sie niemals persönliche Finanzinformationen.
* Seien Sie misstrauisch bei Drängeln zu Investitionen oder der Aufforderung, die Beziehung geheim zu halten.
* Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Wenn etwas nicht stimmt, brechen Sie die Kommunikation ab.

Opfer werden gebeten, den Vorfall bei der Meldestelle für Internetkriminalität des FBI (IC3), der US-Handelskommission und der jeweiligen Online-Plattform zu melden. Auch wenn die Rückerstattung von Geld schwierig ist, helfen Meldungen, kriminelle Netzwerke zu identifizieren und andere zu schützen.

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