Betrüger, Bank-Nummern

Betrüger nutzen gefälschte Bank-Nummern für Anrufe

06.02.2026 - 17:42:12

Betrüger nutzen manipulierte Rufnummern und psychologischen Druck, um Bankkunden zu täuschen. Behörden warnen vor der neuen Masche und raten zu strikten Sicherheitsregeln.

Eine neue Welle professioneller Betrugsanrufe überrollt Deutschland. Kriminelle geben sich als Bankmitarbeiter aus und nutzen hochentwickelte Technik, um Konten zu leeren. Die Finanzaufsicht BaFin und Kriminalämter schlagen Alarm.

Die Täter kontaktieren ihre Opfer per Telefon und erschleichen sich durch geschickte Gesprächsführung und technische Tricks das Vertrauen. Sie bringen so wachsamen Bankkunden hohe Geldbeträge ab. Die Behörden raten zu höchster Vorsicht bei unaufgeforderten Anrufen zu Finanzthemen.

Die perfide Täuschung: „Call-ID-Spoofing“

Ein zentrales Element ist das sogenannte „Call-ID-Spoofing“. Dabei manipulieren die Kriminellen die Rufnummernanzeige auf dem Smartphone. Auf dem Display erscheint die offizielle Telefonnummer der Bank – der Anruf kommt aber von einem ganz anderen Anschluss, oft aus dem Ausland.

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Diese Technik hebelt eine grundlegende Sicherheitsprüfung aus. In einem aktuellen Fall wurde die Nummer der FIL Fondsbank GmbH missbraucht. Die Anrufer wirken professionell, sprechen akzentfrei und kennen teilweise persönliche Daten ihrer Opfer, vermutlich aus früheren Datenlecks.

Von Sicherheitswarnungen zu gefälschten Überweisungen

Die Vorwände der Betrüger sind vielfältig und zielen auf schnelle, unüberlegte Handlungen ab. Typische Szenarien sind:
* Verdächtige Kontobewegungen oder angebliche Sicherheitsüberprüfungen
* Eine fehlerhafte Überweisung, die angeblich dringend storniert werden muss
* Die Notwendigkeit einer „Daten-Synchronisation“ oder eines „Sicherheits-Updates“

Unter diesen Vorwänden leiten die Täter ihre Opfer an, im Online-Banking eine Transaktion freizugeben, die Geld auf Kriminellen-Konten überweist. Oder sie versuchen, an PINs oder TANs zu gelangen. Echte Banken fordern Kunden niemals unaufgefordert zur Preisgabe solcher Daten am Telefon auf.

Psychologischer Druck: Anrufe am Abend und Wochenende

Um Rücksprachen mit der echten Bank zu verhindern, agieren die Betrüger strategisch. Viele Anrufe finden gezielt außerhalb der Banköffnungszeiten statt – am späten Abend oder am Wochenende.

Die Täter erzeugen bewusst Dringlichkeit und drohen mit Kontosperrungen oder hohen Verlusten bei sofortigem Handeln. Diese Mischung aus technischer Täuschung und psychologischem Druck macht die Masche so gefährlich.

Einfache Regeln bieten den besten Schutz

Angesichts immer raffinierterer Techniken – Experten befürchten sogar den Einsatz von KI-Stimmimitation – bleibt ein gesundes Misstrauen der wirksamste Schutz.

Die wichtigsten Regeln für Verbraucher:
* Nie persönliche Zugangsdaten, PINs oder TANs am Telefon preisgeben
* Bei einem verdächtigen Anruf: sofort auflegen
* Anschließend proaktiv über eine selbst herausgesuchte, offizielle Nummer die eigene Bank kontaktieren
* Verdächtige Anrufe der Polizei und der Bundesnetzagentur melden

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