Betrüger, Hausverwaltungs-Briefe

Betrüger fälschen Hausverwaltungs-Briefe für Mietgelder

25.01.2026 - 08:05:12

Kriminelle verschicken gefälschte Schreiben von angeblichen Hausverwaltungen, um Mietzahlungen umzuleiten und Daten zu stehlen. Experten warnen vor der wachsenden Bedrohung durch Quishing-Angriffe.

Eine perfide Betrugsmasche zielt auf Mieter in ganz Deutschland ab. Kriminelle verschicken gefälschte Briefe, die angeblich von der Hausverwaltung stammen. Ihr Ziel: Sie wollen sensible Daten abgreifen und Mietzahlungen auf ihre eigenen Konten umleiten. Diese als Phishing bekannte Methode wird immer professioneller und kombiniert klassische Post mit digitalen Angriffen wie QR-Codes. Verbraucherschützer und die Polizei warnen vor der wachsenden Gefahr.

Die Masche mit der neue Bankverbindung

Im Kern geht es den Betrügern um eines: Sie wollen Mieter dazu bringen, ihre Miete auf ein fremdes Konto zu überweisen. In einem bekannten Fall landeten gefälschte Schreiben eines großen Wohnungsunternehmens in den Briefkästen. Die Täter erfinden plausible Vorwände – etwa eine Firmenfusion oder eine interne Umstellung – und teilen eine neue Bankverbindung mit.

Die Briefe wirken täuschend echt. Sie kopieren Logos und Layout der echten Verwaltung. Doch es gibt Alarmzeichen:
* Eine unpersönliche Anrede wie „An die Bewohner des Hauses“.
* Seriöse Unternehmen versenden Vertragsänderungen stets persönlich und mit Mietvertragsnummer.
* Oft verraten sich die Schreiben durch subtile Rechtschreibfehler.

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Die wichtigste Regel lautet: Bei jeder unerwarteten Mitteilung über eine neue Bankverbindung sofort skeptisch werden. Mieter sollten ihre Hausverwaltung direkt über bekannte Kanäle kontaktieren, bevor sie etwas ändern.

„Quishing“: Die tückische Gefahr durch QR-Codes

Die Betrüger werden erfinderischer. Eine aktuelle Variante heißt „Quishing“ – eine Mischung aus QR-Code und Phishing. Die gefälschten Briefe oder E-Mails enthalten einen QR-Code. Dieser soll angeblich zu einer wichtigen Webseite zur Datenaktualisierung führen.

In Wirklichkeit landet das Opfer auf einer gefälschten Seite, die der echten täuschend ähnlich sieht. Dort werden Login-Daten fürs Online-Banking, Kreditkartennummern oder andere sensible Informationen abgefragt. Die Methode ist tückisch, weil das Scannen eines QR-Codes schnell und bequem erscheint. Die URL der Zielseite ist auf dem Smartphone oft nicht sofort vollständig sichtbar.

Kriminelle platzieren solche Codes auch im öffentlichen Raum, etwa auf manipulierten Parkautomaten. Die Polizei rät: QR-Codes aus unbekannter Quelle niemals unbedacht scannen. Immer die URL genau prüfen, bevor Daten eingegeben werden.

Warum der Betrug boomt

Der Schwindel mit gefälschten Hausverwaltungs-Briefen ist Teil eines größeren Trends: Social Engineering. Dabei nutzen Täter psychologische Tricks und falsche Identitäten, um Opfer zu manipulieren. Die Schäden durch solche Maschien sind explodiert. Laut einer Analyse stiegen sie bei Unternehmen im Jahr 2025 um 60 Prozent.

Der angespannte Wohnungsmarkt spielt den Betrügern in die Karten. Die hohe Nachfrage setzt Mieter unter Druck. Sie sind eher bereit, bei offiziell wirkenden Aufforderungen schnell zu handeln. Diese Unsicherheit nutzen Kriminelle auch bei gefälschten Wohnungsanzeigen, die zu Vorauszahlungen drängen.

So können sich Mieter schützen

Die Betrüger werden ihre Methoden mit Hilfe Künstlicher Intelligenz wohl noch verfeinern. Für Mieter ist ein gesundes Misstrauen entscheidend. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor typischen Merkmalen:
* Erzeugter Zeitdruck („Handeln Sie sofort!“)
* Drohungen
* Aufforderung, vertrauliche Daten über Links preiszugeben

Die wichtigste Schutzmaßnahme ist die Verifizierung. Bei jedem verdächtigen Schreiben sollte die Hausverwaltung über eine bekannte Telefonnummer oder E-Mail kontaktiert werden – niemals über die im Brief angegebenen Daten. Wer bereits Geld auf ein unbekanntes Konto überwiesen hat, sollte umgehend seine Bank informieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.

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