Betriebsräte 2026: Wahljahr trifft auf Gesetzesflut
16.02.2026 - 22:40:12 | boerse-global.deDie Kombination aus turnusmäßigen Wahlen und einer Welle neuer Gesetze macht 2026 zum Schicksalsjahr für die betriebliche Mitbestimmung. Für neue und erfahrene Betriebsräte wird fundiertes Grundlagenwissen zur Überlebensfrage.
Doppelbelastung für die Arbeitnehmervertretung
Das Frühjahr bringt die regulären Betriebsratswahlen, die zwischen März und Mai tausende Gremien verjüngen werden. Gleichzeitig tritt eine Flut arbeitsrechtlicher Neuerungen in Kraft. Diese doppelte Herausforderung verlangt von den Interessenvertretungen mehr denn je solide Kenntnisse. Experten sind sich einig: Ohne gezielte Schulungen sind Betriebsräte in diesem neuen Umfeld chancenlos.
Neue Gesetze, neue Kompetenzen
Die Agenda 2026 ist vollgepackt. Ab Januar steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 Euro. Das zwingt Betriebsräte, bestehende Entgeltstrukturen kritisch zu prüfen. Bis Juni muss zudem die EU-Entgelttransparenzrichtlinie umgesetzt sein. Sie verpflichtet Unternehmen zu mehr Gehalts-Offenlegung – eine zentrale Kontrollaufgabe für den Betriebsrat.
Parallel schafft der EU AI-Act erstmals verbindliche Regeln für Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz. Hier müssen Betriebsräte ihre Mitbestimmungsrechte aktiv und kompetent ausfüllen. Das traditionelle Aufgabenspektrum weitet sich damit dramatisch.
Grundlagenseminare: Das Fundament für den Start
Für neu gewählte Mitglieder sind Einführungskurse unverzichtbar. Sie vermitteln die essenziellen Rechte und Pflichten aus dem Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG). Wie leitet man eine Sitzung rechtssicher? Wie fasst man wirksame Beschlüsse? Welche Beteiligungsrechte gibt es bei Personalentscheidungen? Diese Grundlagen sind das Handwerkszeug für jede erfolgreiche Interessenvertretung.
Der Besuch solcher Seminare ist kein Bonus, sondern ein gesetzlicher Anspruch. Gemäß § 37 Abs. 6 BetrVG trägt der Arbeitgeber die Kosten für erforderliche Schulungen. Die Rechtsprechung sieht dies für Neueinsteiger als zwingend an. Das Bundesarbeitsgericht betont sogar eine Pflicht zur Weiterbildung, um das Amt verantwortungsvoll ausüben zu können.
Für neu gewählte Betriebsräte ist es jetzt wichtiger denn je, ihre Mitbestimmungsrechte sicher zu beherrschen. Ein kostenloses E‑Book erklärt verständlich, welche Rechte der Betriebsrat nach § 87 BetrVG bei Arbeitszeit, Überwachung und Lohngestaltung hat – plus praktische Tipps für die Umsetzung im Betrieb. Jetzt kostenloses E‑Book zum BetrVG herunterladen
Vom Verwalter zum Gestalter
Die neuen Gesetze transformieren die Rolle des Betriebsrats grundlegend. Es geht nicht mehr nur um das Verwalten bestehender Regeln. Betriebsräte werden zu strategischen Gestaltern von Veränderungsprozessen. Themen wie Lohngerechtigkeit und der ethische KI-Einsatz erfordern ein tiefes Verständnis komplexer Zusammenhänge.
Können sich Betriebsräte dieser Verantwortung durch Selbststudium alleine stellen? Experten bezweifeln das. Professionelle Seminare bieten nicht nur aktuelles Wissen, sondern auch den Austausch mit Kollegen und praxiserfahrenen Referenten. Dieser Transfer in den Arbeitsalltag ist unschätzbar.
Kontinuierliches Lernen als Erfolgsfaktor
Die Dynamik am Arbeitsplatz wird nicht nachlassen. Die Grundlagenseminare 2026 sind daher nur der Startschuss. Die Zukunft der Mitbestimmung gehört denen, die ihr Wissen permanent aktualisieren. Die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil für eine starke Arbeitnehmervertretung.
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