Freibäder, Personalmangel

Berliner Freibäder starten mit Personalmangel und Sicherheitsproblemen in die Saison

03.03.2026 - 05:09:59 | boerse-global.de

Die Berliner Bäder-Betriebe starten mit verschärften Sicherheitsvorkehrungen in die Saison 2026, kämpfen aber mit akutem Personalmangel und einem massiven Sanierungsstau bei den Einrichtungen.

Berliner Freibäder starten mit Personalmangel und Sicherheitsproblemen in die Saison - Foto: über boerse-global.de
Berliner Freibäder starten mit Personalmangel und Sicherheitsproblemen in die Saison - Foto: über boerse-global.de

Die Berliner Bäder-Betriebe kämpfen mit einem akuten Personalmangel und einem massiven Sanierungsstau. Kurz vor Saisonstart reagieren sie auf Sicherheitsprobleme der Vorjahre mit verschärften Maßnahmen. Die Saison 2026 wird zum Härtetest für die beliebten, aber maroden Einrichtungen.

Ausweispflicht und Kameras gegen Gewalt

Als Reaktion auf gewalttätige Vorfälle in den Vorjahren verschärft der Betrieb die Sicherheitsvorkehrungen. Die bereits 2023 eingeführte Ausweispflicht bleibt bestehen. An Problembädern wie dem Columbiabad in Neukölln und dem Prinzenbad in Kreuzberg kommt nun Videoüberwachung an den Eingängen hinzu. Zusätzliches Sicherheitspersonal soll schneller eingreifen können. Die Politik betont, die Bäder dürften keine rechtsfreien Räume werden. Doch werden die Maßnahmen von den Gästen akzeptiert?

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Drohen Schließungen wegen Personalmangels?

Die größte Hürde für einen reibungslosen Sommer ist der akute Fachkräftemangel. Die Berliner Bäder-Betriebe suchen händeringend nach Rettungsschwimmern. Auf ihrer Webseite werben sie aktiv um Saisonkräfte und veranstalten Bewerbertage. Sollten nicht genug Mitarbeiter gefunden werden, drohen eingeschränkte Öffnungszeiten oder sogar temporäre Schließungen von Becken. Gewerkschaften warnen seit langem vor der Überlastung des bestehenden Personals.

Millionen-Investitionen stoppen Verfall nicht

Im Hintergrund lauert ein gewaltiger Sanierungsstau. Viele der 67 Berliner Bäder sind veraltet und marode. Ein millionenschweres Senatsprogramm soll bis 2030 Abhilfe schaffen, doch die Mittel reichen oft nicht aus. Wichtige Projekte verzögern sich: Der Neubau in Spandau wird frühestens 2027 fertig, die Modernisierung des Kombibads Mariendorf dauert mindestens drei Jahre. Für andere Bäder gibt es bis 2030 gar keine Sanierungsperspektive. Dieser Investitionsstau erhöht das Risiko unvorhergesehener Defekte in der Hochsaison.

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Ein sozialer Ort in der Zerreißprobe

Die Probleme der Berliner Bäder sind symptomatisch für viele kommunale Einrichtungen. Der Spagat zwischen knappen Kassen, Sicherheitsanforderungen und Sanierungsbedarf wird immer schwieriger. Freibäder sind wichtige, kostengünstige soziale Treffpunkte. Ihr Verfall gefährdet diese Funktion. Die neuen Sicherheitsmaßnahmen sind eine notwendige Reaktion, könnten aber den offenen Charakter der Bäder untergraben. Eine langfristige Lösung braucht nachhaltige Investitionen und präventive Sozialarbeit.

Immerhin eine gute Nachricht für die Badegäste: Nach einem kalten Sommer 2025 sollen die Becken in dieser Saison wieder auf mindestens 22 Grad beheizt werden. Ob das bei all den anderen Problemen für gute Stimmung sorgt, wird sich zeigen.

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