Berlin, Bauen

Berlin setzt auf schnelleres Bauen und Büro-Umwandlungen

26.03.2026 - 05:39:34 | boerse-global.de

Berlin setzt auf beschleunigte Bauverfahren und die Umnutzung von Büroflächen, um die angespannte Wohnungslage zu entschärfen. Konkrete Projekte mit über 300 Wohnungen sind bereits gestartet.

Berlin setzt auf schnelleres Bauen und Büro-Umwandlungen - Foto: über boerse-global.de
Berlin setzt auf schnelleres Bauen und Büro-Umwandlungen - Foto: über boerse-global.de

Der Berliner Senat will die Wohnungsnot mit einem neuen Gesetz und konkreten Projekten bekämpfen. Kern des Plans sind beschleunigte Verfahren und die Umnutzung leerstehender Büroflächen.

„Einfach-Bauen-Gesetz“ soll Bürokratie abbauen

Am 17. März hat der Senat den Entwurf für das „Einfach-Bauen-Berlin-Gesetz“ beschlossen. Es soll Bauen schneller und günstiger machen, besonders für bezahlbaren Wohnraum. Dafür senkt es Anforderungen an Brand- oder Schallschutz bei Umbauten und streicht Vorschriften für Mindestraumhöhen oder Abstellräume.

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Der Vorstoß reagiert auf ein verpasstes Ziel: Berlin wollte eigentlich 20.000 Wohnungen pro Jahr bauen, schaffte das aber nicht. Branchenvertreter wie der BBU-Verband begrüßen den Schritt als möglichen „Meilenstein“. Das Gesetz könnte bereits im Sommer in Kraft treten.

Projektentwickler starten mit über 300 Wohnungen

Parallel zu den Gesetzesplänen laufen konkrete Bauvorhaben an. Der Projektentwickler 15 Degree plant mit Goldbeck über 300 neue Wohnungen in Neukölln und Pankow. Ein Teil entsteht durch Umwandlung bestehender Bürogebäude.

In Neukölln soll am Maybachufer ein siebengeschossiges Haus mit 120 Mietwohnungen und einem Supermarkt entstehen. Der Baubeginn ist für Anfang April geplant, die Fertigstellung innerhalb von nur zwölf Monaten. In Pankow entsteht ein neues Quartier speziell für Familien.

Zwei Millionen Quadratmeter Büros stehen leer

Während Wohnraum knapp ist, leeren sich die Büros. Die Leerstandsquote wird für 2026 auf etwa neun Prozent geschätzt. Das sind rund zwei Millionen Quadratmeter Fläche – ein Stand, den Berlin zuletzt vor über zehn Jahren hatte.

Hauptgrund ist der anhaltende Trend zu Homeoffice und hybridem Arbeiten. Die Quote liegt stabil bei etwa 25 Prozent. Große Konzerne scheitern bislang daran, ihre Mitarbeiter vollständig zurück ins Büro zu holen. Besonders ältere Bestandsflächen haben es schwer.

Kann dieser Leerstand die Wohnungsnot lindern? Der BBU schätzt das Potenzial auf bis zu 30.000 neue Wohnungen. Die Grünen im Abgeordnetenhaus diskutierten bereits einen Stopp für neue Gewerbebauten und mehr Förderung für Umbauten. Die Herausforderung: Die Umwandlung ist oft komplex und teuer.

Mieten steigen, Neubau bleibt teuer

Der Druck auf den Markt ist ungebrochen. Laut IBB Wohnungsmarktbericht stiegen die Angebotsmieten für Bestandswohnungen zuletzt um 8,3 Prozent – der höchste Wert unter den deutschen Top-7-Städten. Durchschnittlich werden 16,35 Euro pro Quadratmeter verlangt. Für Neubauwohnungen sind es sogar 22,00 Euro.

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Die strukturelle Knappheit ist eklatant: Der marktaktive Leerstand bei Wohnungen liegt bei nur 0,3 Prozent. Landeseigene Wohnungsbaugesellschaften wie degewo versuchen gegenzusteuern und realisieren neue Quartiere mit einem hohen Anteil an Sozialwohnungen.

Setzt Berlin also die richtigen Hebel in Bewegung? Die Kombination aus schnelleren Genehmigungen und der Aktivierung von Büro-Leerstand könnte Schritt für Schritt Entlastung bringen. Entscheidend wird sein, wie schnell die neuen Regeln wirken und ob die Umbaukosten bezahlbar bleiben.

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